Die Weihnachtswünsche. Foto: Kirchengemeinde Steimbke

Die Weihnachtswünsche. Foto: Kirchengemeinde Steimbke

Steimbke 24.12.2019 Von Die Harke

Kein Wunsch bleibt in Steimbke ungelesen

Am ersten Weihnachtstag ist Bescherung in der Steimbke Kirche

Im Steimbker Familiengottesdienst am ersten Advent drehte sich alles ums Thema Wünschen. „Mit dem Wünschen ist das ja so eine Sache“ sagt Pastorin Rebekka Brouwer. „Wenn ich mich traue, auszusprechen, was ich mir wünsche, gebe ich etwas von mir preis, laufe Gefahr, es trotzdem nicht zu bekommen, enttäuscht zu werden. Wenn ich meinen Wunsch gar nicht erst in Worte lege, wird ihn nie jemand erfahren – es ist dann reiner Zufall, wenn er sich erfüllt. Gleichzeitig ist das so ein wunderbares Gefühl, wenn ich mich traue, mir etwas zu wünschen und das verhallt nicht einfach ungehört. Da achtet ein anderer drauf – zeigt mir damit: ich seh‘ dich. Ich will, dass Du dich freust“.

Der Gottesdienst damals lud ein, sich mit den eigenen Wünschen auseinanderzusetzen – mit Herzenswünschen – all den Kleinigkeiten, die man mit Geld nicht kaufen kann. Am Ende des Gottesdienstes hingen viele Wünsche an einem goldenen Band im Kirchraum – Wünsche, die darauf warteten, gehört und gelesen zu werden. „Wir waren selbst gespannt darauf, ob es eine Reaktion auf die Wünsche geben würde“ schmunzelt Brouwer. „Aber dann fanden sich immer mehr schön verpackte Päckchen auf dem Tisch in der Kirche und die Wünsche am Band wurden immer weniger.“ Gemeindemitglieder hatten die Wünsche gelesen und mit nach Hause genommen und sich bemüht, diese zu erfüllen.

Nach dem Gottesdienst um 10 Uhr am ersten Weihnachtstag werden die Geschenke dann unterm Christbaum in der Kirche liegen. Auch die Wünsche, denen nicht entsprochen wurde, haben eine Antwort bekommen. Kein Wunsch blieb ungelesen. Jeder der über 70 Wünsche erhielt – dank eines Teams an Frauen, die sich mitten in der Vorweihnachtszeit die Zeit nahmen – eine Reaktion. „Wir freuen uns schon auf die Gesichter der Menschen, wenn sie die liebevoll verpackten Kleinigkeiten sehen. Überhaupt – das ist doch Weihnachten: einander Freude schenken – weil Gott uns Freude geschenkt hat“ berichtet Brouwer. – Und damit wird es dann ja wirklich Weihnachten.

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Erstellt:
24. Dezember 2019, 15:11 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 03sec

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