Jörn Graue DH

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Guten Tag 29.09.2019 Von Jörn Graue

Kein kurzfristiger Aktionismus

Spätestens seit der Fridays for Future-Bewegung sind die Auswirkungen des globalen Klimawandels zum Dauerthema geworden. Das ist gut so! Höchst positiv sind in diesem Zusammenhang auch kreative Antworten auf die Frage, was denn der Einzelne für mehr Umweltschutz tun könnte. Eine mögliche Antwort liefern jetzt vier Stolzenauer Schulen. Gemeinsam möchten Gymnasium, Helen-Keller-Schule, Oberschule Mittelweser und die „Regenbogenschule“ auf einer Wiese einen Schulwald anlegen (Bericht auf Seite 19). Dabei soll der Wald als Thema in sämtliche Unterrichtsfächer einbezogen werden. Ganz nebenbei arbeiten Schüler und Lehrer aus vier unterschiedlichen Schulformen zusammen – der formalen Trennung begegnen die Akteure mit einer gemeinsamen Planungsgruppe, kurz: mit enger Kooperation.

Darüber hinaus soll der Schulwald wahrlich keine sprichwörtliche Eintagsfliege werden, vielmehr ist das gesamte Projekt auf 30 Jahre angelegt. Idealerweise können also noch die Kinder der heutigen Schülergenerationen in dem Wald spielen und – entsprechende Anpflanzungen vorausgesetzt – im besten Wortsinne die späteren Früchte ernten.

Das Beispiel Schulwald zeigt also, wie Kinder sehr praktisch an ökologische Themen herangeführt werden können. Gewiss: Der Klimawandel als solcher wird sich mit den neuen Bäumen nicht aufhalten lassen. Dennoch dürfte das Projekt als ein kleiner Schritt seine Wirkung entfalten und setzt wahrlich nicht auf kurzfristigen Aktionismus.

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Erstellt:
29. September 2019, 21:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 38sec

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