Der Vorstandsvorsitzende der Sparkasse Nienburg, Wolfgang Wilke, berichtete auf Einladung der CDU in Steimbke über die Zukunft der Regionalbanken. CDU Steimbke

Der Vorstandsvorsitzende der Sparkasse Nienburg, Wolfgang Wilke, berichtete auf Einladung der CDU in Steimbke über die Zukunft der Regionalbanken. CDU Steimbke

Steimbke 15.04.2018 Von Die Harke

„Keine Endzeitstimmung“

CDU Steimbke informierte sich bei Sparkassen-Chef Wolfgang Wilke

„Gibt es tatsächlich eine Endzeitstimung für Regionalbanken?“ Mit dieser provokanten Frage machte der Vorsitzende des Vorstands der Sparkasse Nienburg, Wolfgang Wilke, gleich zu Beginn seiner Ausführungen deutlich, dass er nicht zu einer Werbeveranstaltung nach Steimbke gekommen war, sondern offen über die Verhältnisse im Bankgewerbe informieren wollte, heißt es in einer Mitteilung der Steimbker CDU. So habe dann auch der Vorsitzende des einladenden CDU-Samtgemeindeverbands, Dr. Holger Spreen, in seiner Ankündigung des Refernten gleich darauf hingewiesen, dass das altbekannte „wenn‘s um Geld geht...“ Werbemotto der Vergangenheit angehöre.

Die CDU wolle in Anbetracht der angekündigten Filialschließungen im Landkreis aus erster Hand in einer Diskussionsveranstaltung darüber informieren, ob die Sparkasse hier noch klassisch oder nur noch digital eine Zukunft habe. „Beides“ müsse wohl die Antwort sein nach dem faktenreichen und gekonnt präsentierten Vortrag von Wolfgang Wilke an diesem Abend, schreibt die CDU weiter.

Die Anzahl der Geschäftsstellenbesuche pro Kunde sei in den vergangenen Jahrzehnten um 95 Prozent zurückgegangen auf durchschnittlich einen Termin im Jahr, im Verhältnis zu aktuell 120 Nutzungen des Online-Bankings im selben Zeitraum.

Weitere entscheidende Rahmenbedingung sei die Zinsentwicklung, die seit Jahren rückläufig sei; der Zinsüberschuss habe sich in den letzten sieben Jahren etwa halbiert.

Um vor diesem Hintergrund noch weiterbestehen zu können, halte die Sparkasse Kosteneinsparungen im Umfang von 37 Prozent für erforderlich. Zwei Filialtypen seien dann kreisweit noch möglich: 16 Selbstbedienungsfilialen und elf Beratungscenter, davon eines in Steimbke, zukünftig neben dem Combi.

Sehr engagiert und offen sei Wilke auch auf die zahlreichen Nachfragen der Zuhörer eingegangenen, selbst wenn er naturgemäß nicht alle habe zufriedenstellen können. „Unsere Planung trägt, wenn sich die wirtschaftliche Entwicklung hält. Im ersten Quartal 2019 wird die neue Filiale in Steimbke öffnen und die Filiale Rodewald umgestellt“, sagte Wilke und machte damit deutlich, dass von Endzeitstimmung jedenfalls bei der Sparkasse in Steimbke noch nicht die Rede sein könne, schreibt die CDU abschließend.

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Erstellt:
15. April 2018, 21:00 Uhr
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