Der BAWN verabschiedet sich ab 2021 von den mobilen Grüngutannahmestellen. Foto: BAWN

Der BAWN verabschiedet sich ab 2021 von den mobilen Grüngutannahmestellen. Foto: BAWN

Landkreis 24.02.2020 Von Die Harke

Keine mobile Grüngutannahme

Sinkende Nachfrage: BAWN streicht Angebot

Der BAWN verabschiedet sich ab 2021 von den mobilen Grüngutannahmestellen. Hintergrund seien kontinuierlich sinkende Nutzerzahlen und entsprechend stark steigende Kosten. Das teilt der BAWN in einer Pressemitteilung mit.

Angebote, die letztlich von allen Bürgerinnen und Bürgern bezahlt würden, bräuchten eine entsprechend große Nachfrage, um diese Angebote zu rechtfertigen, schreibt der BAWN. Bei den mobilen Grüngut-Annahmestellen – bislang gab es sie in Linsburg, Steyerberg, Wietzen, Rodewald sowie an der Kreuzkirche und auf der Festwiese in Nienburg – sei das nicht mehr der Fall. Am 28. März starte die mobile Grüngutannahme somit in die letzte Runde, bevor sie 2021 eingestellt werde.

Die Grüngutannahmestellen wurden in den 1990iger Jahren mit dem Ziel geschaffen insbesondere Kleinmengen an Grüngut ortsnah und ordnungsgemäß zu entsorgen. Diese Funktion habe zwischenzeitlich die Biotonne übernommen und biete somit das passende Ersatzangebot. Rund zwei Drittel aller Haushalte im Kreisgebiet nutzen inzwischen diese Tonne.

Noch vor wenigen Jahren wurden über die mobilen Annahmestellen jährlich mehr als 600 Tonnen Grüngut erfasst – inzwischen sei die Gesamtmenge auf rund 140 Tonnen geschrumpft. Mit sinkenden Nutzerzahlen der mobilen Grüngutannahme stiegen die Kosten für dieses Angebot unverhältnismäßig stark an: Das dort erfasste Grüngut zu verwerten, belaste den Gebührenhaushalt je nach Standort inzwischen mit bis zu 150 Euro pro Tonne.

Die wohnortnahe Grüngutentsorgung sei auch ohne die mobile Grüngutannahme sichergestellt, schreibt der BAWN: Zum einen könnten Kleinmengen über die Biotonne entsorgt werden. Die könne jederzeit telefonisch unter (0 50 21) 9 21 95 00 oder über das Kundenportal auf der Internetseite www.bawn.de beim BAWN bestellt werden. Eine Grundgebühr gebe es nicht; abgerechnet würden lediglich tatsächlich in Anspruch genommene Leerungen. Zum anderen könnten größere Mengen Grüngut an allen Wertstoffhöfen, bei den zentralen Wertstoffhöfen Uchte, Hoya und Leese sowie direkt beim EZN abgeliefert werden.

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Erstellt:
24. Februar 2020, 16:10 Uhr
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