Die Zahl der Erkrankten ist im Kreis Nienburg heute konstant geblieben. Foto: luckybusiness - stock.adobe.com

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Landkreis 02.04.2020 Von Sebastian Schwake

Keine weitere Neuinfizierung

Zahl der am Coronavirus Erkrankten bleibt im Landkreis konstant / Erster Corona-Toter in Minden

Im Landkreis Nienburg ist die Zahl der bestätigten Coronavirusinfektionen von Mittwoch auf Donnerstag konstant geblieben. Es sind oder waren 38 Menschen erkrankt, 13 von diesen gelten als genesen. Insgesamt hat die Kreisverwaltung 350 Quarantänen angeordnet, von denen 186 bereits wieder aufgehoben worden sind. Im Nienburger Krankenhaus liegen weiterhin vier Coronapatienten.

Im Kreis Minden-Lübbecke hat es am Donnerstag unterdessen den ersten Todesfall eines Corona-Infizierten gegeben. Es handelt sich um den Patienten, der einen Tag zuvor auf die Intensivstation des Johannes-Wesling-Klinikums Minden verlegt und beatmet werden musste, teilte die Pressestelle des Kreises mit.

Der 78-jährige Mann habe mit schweren Vorerkrankungen gehabt und erlag der Krankheit am Donnerstagmorgen. „Wir sind tief erschüttert und hätten uns gewünscht, dass der heutige Tag noch in weiter Ferne liegen möge“, sagt Landrat Dr. Ralf Niermann. Zudem erhöhte sich die Zahl der an Corona erkrankten Menschen im Mühlenkreis innerhalb eines Tages um 24 auf 364. Gleichzeitig stieg aber auch die Anzahl der Genesenen auf 137, das sind 13 mehr als am Mittwoch.

Sechs Patienten liegen im Mindener Klinikum auf der Isolierstation, zwei werden im Herz- und Diabeteszentrum in Bad Oeynhausen intensivmedizinisch behandelt. Gestern wurde zudem bekannt, dass vier weitere Patienten und drei Mitarbeiter der Reha-Klinik in Preußisch Oldendorf am Coronavirus erkrankt sind. Damit erhöhte sich die Zahl der dort Infizierten auf 55.

Die Mühlenkreiskliniken suchen derweil händeringend nach Fachpersonal, um für die Coronakrise gerüstet zu sein. „Wir gehen davon aus, dass die Zahl der Erkrankten steigen wird. Wir unternehmen alles, um unsere Kapazitäten in den Isolationsbereichen wie auch auf den Intensivstationen zu vergrößern. Dadurch wollen wir Bilder, wie wir sie aus den Nachrichten kennen, bei uns vermeiden. Aus diesem Grund bitte ich alle Personen, die pflegerische oder ärztliche Fachexpertise haben, bei der Bewältigung der Krise zu helfen“, sagte der Vorstandsvorsitzende der Mühlenkreiskliniken, Dr. Olaf Bornemeier.

Mühlenkreisliniken suchen händeringend nachFachpersonal

Gesucht werden Gesundheits- und Krankenpfleger (am besten mit Intensiverfahrung), anästhesietechnische Assistenten, operationstechnische Assistenten, medizinisch-technische Assistenten und Mediziner aller Fachrichtungen. Die Mühlenkreiskliniken böten in einem stark verkürzten Bewerbungsverfahren einen Drei-Monats-Vertrag an. Die Stundenzahl könne zwischen fünf Stunden und einer Vollzeitstelle frei variieren.

Die Bezahlung richte sich nach den Vorgaben des TVöD und des TV-Ärzte, inklusive entsprechender Zulagen. „Dieses Angebot richtet sich an alle fachausgebildeten Bürger, die heute in anderen Bereichen arbeiten oder sich im Ruhestand befinden“, sagt die Personalleiterin der Mühlenkreiskliniken, Sabine Fahl. Bei Bedarf könne der Vertrag befristet verlängert werden oder der Einstieg in eine unbefristete Beschäftigung sein.

Weitere Zahlen aus den Nachbarkreisen: Im Landkreis Diepholz stieg die Zahl der Erkrankten auf 184 (plus 18), im Landkreis Schaumburg auf 64 (plus 3), im Landkreis Verden auf 82 (plus 2), im Heidekreis auf 33 (plus 3) sowie in der Region Hannover auf 911 (plus 16).

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Erstellt:
2. April 2020, 19:03 Uhr
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