Annika Büsching DH

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Kettensägen sitzen locker

Zwei Bäume sind im Weg, nehmen die Sicht, gehen den Anwohnern auf den Keks. Sie stehen aber auf öffentlichem Grund. Die Ansage der Gemeindeverwaltung ist deutlich: Nichts zu machen, die Bäume sind gesund. Mag sein. Aber kettensägensicher sind sie nicht: Und zack – ist der erste Baum zu Brennholz zerlegt. Die Nachbarn sehen’s und informieren den Ortsbürgermeister, der nimmt die Verantwortlichen in guter Hoffnung ins Gebet. Davon kommt allerdings wenig an: Am Abend trifft ihn fast der Schlag, auch der zweite Baum steht nicht mehr. Wie’s weitergeht, war Thema auf der Ortsratssitzung in Deblinghausen: Die Anwohner kommen noch einmal mit einem blauen Auge davon, statt einer Strafanzeige kassieren sie einen öffentlichen Rüffel und müssen eine Ersatzpflanzung leisten. Zwei Bäume im Wert von jeweils 250 bis 300 Euro sollen es sein, sie werden auf dem Freibad-Gelände gepflanzt. „Die Gemeinde sieht von einer Anzeige ab, weil so etwas zum allerersten Mal passiert ist“, sagt Olaf Heuermann. Politik und Verwaltung bauen darauf, dass das dreiste Vorgehen keine Nachahmer findet und die Folgen allen, die in Gedanken bereits die Axt schwingen, bewusst sind: Beim nächsten Mal informiert die Gemeinde die Polizei.

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Erstellt:
9. März 2015, 00:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 37sec

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