Die Kinder leiden unter den Folgen des Lockdowns am meisten. Foto: famveldman - stock.adobe.com

Die Kinder leiden unter den Folgen des Lockdowns am meisten. Foto: famveldman - stock.adobe.com

Nienburg 22.02.2021 Von Holger Lachnit

Kinder brauchen Lockerungen

Es ist ja schön, dass die Gärtnereien und Gartencenter wieder geöffnet haben. Und es stimmt auch positiv, dass die Friseure ab 1. März wieder Haare schneiden dürfen. Aber nachvollziehbar ist das beim Blick auf die Gesamtsituation nicht.

Es bleiben viele Fragen offen: Warum ist das Ansteckungsrisiko in diesen beiden Branchen plötzlich vertretbar – aber die Gastronomie mit ihren Hygienekonzepten ist weiter zu? Gerade angesichts des bevorstehenden ersten Frühlingswochenendes wäre doch wenigstens eine Öffnung der Außengastronomie unter strengen Auflagen denkbar.

Und warum darf ich wieder in den Gottesdienst gehen, aber nicht ins Kino? Und in die kleine Bäckerei dürfen zwei oder drei Kunden gleichzeitig hinein, das vielfach größere Bekleidungsgeschäft und das Möbelhaus bleiben aber geschlossen...

Vor allem aber: Was ist mit den Kindern? Warum dürfen sie im Schulbus zum Präsenzunterricht gekarrt werden, dort im Klassenverbund Unterricht und Pausen verbringen, aber zuhause nicht gemeinsam spielen? Und was ist mit dem Vereinssport im Freien? Warum dürfen Kinder ihren Bewegungsdrang mit Abstand und unter Aufsicht von qualifizierten Übungsleitern nicht ausleben? Bei ihnen ist kaum zu befürchten, dass sie sich nach dem Training verbotenerweise zu einem Kaltgetränk treffen würden.

Die Kinder leiden unter den Folgen des Lockdowns am meisten. Sie brauchen weitere Lockerungen mindestens genauso dringend wie der Einzelhandel.

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Erstellt:
22. Februar 2021, 07:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 39sec

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