Marlene Treu erläutert Kinder aus der Kita „Clemenssaptzen“ ihre großformatigen Bleistiftzeichnungen. Kindertagesstätte „Clemensspatzen“

Marlene Treu erläutert Kinder aus der Kita „Clemenssaptzen“ ihre großformatigen Bleistiftzeichnungen. Kindertagesstätte „Clemensspatzen“

Marklohe 08.07.2019 Von Die Harke

Kinder erfahren, warum Gejagter gewinnt

Markloher Kita „Clemensspatzen“ besucht Ausstellung von einer Künsterlin und Mutter in Uchte

Um die Kindergartenkinder der Kita „Clemensspatzen“ in Marklohe an Kultur heranzuführen und ihnen ein fantasievolles Eintauchen in die Welt der Kunst zu ermöglichen, werden gelegentlich interessante und inspirierende Ausstellungen besucht. Diesmal führte der Ausflug nach Uchte. Dort hat die Künstlerin Marlene Treu aus Marklohe, deren Zwillings-Töchter zudem den „Clemenssatzen“ angehören, im Bürgerhaus eine Ausstellung eröffnet. „Da lag es nahe, dass wir diese mit interessierten Kindern besuchen“, berichtet Einrichtungsleiterin Sandra Siegmund.

Unter dem Namen „Der Gejagte gewinnt“ zeigt Treu großformatige Bleistiftzeichnungen in einer Mischung aus wissenschaftlichen Illustrationen und künstlerischer Freiheit, in dem sie reale Umrisse phantasievoll ausfüllt. „Gerade dies ist ja auch eine Technik, die Kinder besonders gerne mögen, fragen sie doch oft nach Ausmalbildern oder bitten jemanden, ihm das oder jenes zu zeichnen, damit sie es ausmalen können“, sagt Siegmund.

Die Markloher Künstlerin verstecke in den verschiedenen Tierfiguren, wie zum Beispiel Gecko, Krake, Tintenfisch, Hasen, Wolf, Eulen- oder Storchenbabys gerne andere Tiere, Figuren, Landschaften oder sogar Gespenster. Sie zeichne Tiere mit unterschiedlichen, teils menschlichen Gesichtszügen – auch das sei etwas, was Kinder sehr lieben, heißt es weiter.

Die Mädchen und Jungen im Kindergartenalter haben ja bekanntlich einen besonderen Blick für Kleinigkeiten und sind sehr detailverliebt, und so bekam Marlene Treu während der Führung durch die Ausstellung viele Fragen gestellt.

„Zum einen über die Tiere selbst, diese Fragen konnten von der Künstlerin mit großem Fachwissen beantwortet werden, über die Zeichen-Technik, da zeigte sie ihnen einen besonderen Stift, einen sogenannten ,Papierwischer‘, und wie lange es dauert, so ein riesiges Kunstwerk zu zeichnen“, schreibt Siegmund. Die Kinder seien sehr erstaunt gewesen, dass etwa in einem so großem Bild wie dem Seepferdchen drei Monate Arbeit stecken sollen.

Auf die Frage, warum die Ausstellung diesen Namen trage, antwortete die Künstlerin, dass der Name ihrem eigenem Wunsch entspringt, dass derjenige, der gejagt wird und Schutz braucht, diesen auch bekomme, egal, ob es ein Hase, ein Fuchs oder ein Wolf sei. Nach der Führung durften die Kinder die Zeichen-Technik selbst einmal mit Hilfe der Künstlerin ausprobieren.

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Erstellt:
8. Juli 2019, 16:49 Uhr
Lesedauer:
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