Von links: Anika Friedel, Horst Barthel (beide Kreisverwaltung), Samtgemeindebürgermeister Knut Hallmann, Jörg Brüning (Sprecher der Steimbker Grünen), Janette Seitz und Anika Klose (beide Gemeindeverwaltung Steimbke). Die GRÜNEN Steimbke

Von links: Anika Friedel, Horst Barthel (beide Kreisverwaltung), Samtgemeindebürgermeister Knut Hallmann, Jörg Brüning (Sprecher der Steimbker Grünen), Janette Seitz und Anika Klose (beide Gemeindeverwaltung Steimbke). Die GRÜNEN Steimbke

Steimbke 14.07.2019 Von Die Harke

Kinderbetreuung ist Herausforderung

Steimbker Grüne mahnen Weitblick an und regen Vereinbarung mit lokalen Gewerbebetrieben an

Grundsätzlich zufrieden mit der aktuellen Situation der Kinderbetreuung in Steimbke äußerte sich Samtgemeindebürgermeister Knut Hallmann in einem öffentlichen Informationsgespräch, zu dem der Ortsverband der Grünen eingeladen hatte. Hallmann verwies auf die aktuell hohen Investitionen für die neue Krippe in Wenden und den Kindergarten in Rodewald. „Wir können zurzeit allen Kindern aus der Samtgemeinde einen Krippen- bzw. Kitaplatz anbieten, wenn auch nicht immer sofort in der Wunscheinrichtung. Damit sind wir in einer vergleichsweise guten Situation im Landkreis“, sagte Hallmann.

Dies bestätigte Horst Barthel, Leiter des Fachbereichs Jugend bei der Kreisverwaltung. Als Alternative stünden auch Tagesmütter zur Verfügung. Janette Seitz, für Kinderbetreuung zuständige Sachbearbeiterin der Gemeinde, erläuterte das Punkteverfahren, nach dem die Besetzung der freien Plätze erfolgt. Kritik aus dem Publikum an den kurzen Benachrichtigungszeiten begegnete sie mit dem Hinweis darauf, dass erst die Schuleignung der älteren Kindergartenkinder festgestellt sein müsse, bevor feststehe, wo ein Betreuungsplatz frei werde.

Außer in Linsburg und Lichtenhorst sowie der Krippe in Wenden könne eine achtstündige Betreuung angeboten werden. Der Forderung einiger Zuhörer nach Ausweitung und Flexibilisierung der Öffnungszeiten antwortete Samtgemeindebürgermeister Hallmann mit dem Hinweis auf die angespannte Personalsituation. „Wir haben für diese erweiterten Betreuungswünsche Verständnis. Der Arbeitsmarkt der Erzieherinnen und Erzieher ist jedoch nahezu leer gefegt“.

Große Hoffnung setzt die Samtgemeinde wie auch der Landkreis auf die Möglichkeit, die Ausbildung zur Erzieherin im Wege einer dualen Ausbildung zu absolvieren. „Nach den Ferien beginnen bei uns zwei Sozialassistentinnen“, so Anika Klose, bei der Samtgemeinde für Personal zuständig.

Diese Ausbildungsmöglichkeit könne den Erzieherberuf attraktiver machen, weil die Studierenden nicht mehr wie bisher Schulgeld zahlen müssten, sondern für den praktischen Ausbildungsteil nun ein kleines Einkommen erzielten, ergänzte Horst Barthel. Da die Ausbildung vier Jahre dauere, sei allerdings erst mittelfristig eine Besserung auf dem Stellenmarkt zu erwarten.

Jörg Brüning, Sprecher des Grünen-Ortsverbandes, mahnte bei der Kita-Planung Weitblick an: „Wir bekommen in den Mitgliedsgemeinden vielfach Neubaugebiete und möglicherweise bei Linsburg ein großes Gewerbegebiet. Man muss damit rechnen, dass sich mit dem Zuzug neuer Bürger auch die Zahl der Kinder mit Betreuungsanspruch erhöht.

Auf diese Entwicklung sollte die Samtgemeinde vorbereitet sein“. Für den Fall eines Betreuungsplatzüberhangs regen die Steimbker Grünen eine Vereinbarung mit lokalen Gewerbebetrieben über die Nutzung von Belegplätzen für die Kinder von auswärtigen Mitarbeitenden an.

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Erstellt:
14. Juli 2019, 21:13 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 11sec

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