27.04.2014

Kirchenstammtisch für Männer

Landesbischof Ralf Meister hat Kommen fest zugesagt

Von Horst Achtermann

Hassel. „Sonntags zum Gottesdienst, anschließend ein lockerer Frühschoppen, alles noch ohne Konzept, so fand mit fünf, sechs Leuten, auch Frauen waren dabei, im Jahr 2005 alle vier Wochen ein kleiner Frühschoppen statt“, erinnert sich Gerhard Hellpap im Gespräch mit der Harke am Sonntag. „Zuvor hat mich ein Hasseler Bürger schon des Öfteren genervt, denn immer wieder sprach er mich an, ich sollte mir was überlegen, wir müssten unbedingt was für die Älteren tun.“ Räume waren im Haus der Gemeinde, gleich neben der Kirche 1986 gebaut, vorhanden. „Wir hatten die Unterstützung des Kirchenvorstandes“, in dem Gerhard Hellpap anschließend von 2006 bis 2012 mitgearbeitet hat.

„Es war nicht das, was ich mir vorgestellt hatte“, so Gerhard Hellpap, er hatte eingesehen, dass der Sonntag keinen Sinn mehr machte, es wurden nicht mehr Teilnehmer. Nach einer Pause von drei Monaten wagte Gerhard Hellpap einen neuen Start. „Das fängst du neu an“, dachte sich der ehemalige Soldat, in Barme war er stationiert und durch die Liebe „bin ich in Hassel hängen geblieben“, er heiratete 1964 seine Frau Irmgard. Der Neuanfang sah so aus: Beginnend um 10 Uhr mit einem Frühstück und „wir sind auf Dienstag umgestiegen“. Am 23. September 2008 war nicht nur der Neustart, sondern auch Wilhelm Lütjens kam mit ins Spiel, erinnert sich Gerhard Hellpap. „Lüwi“ wie er in Hassel gerufen wird, kennt sich mit dem Computer aus.

Der „Kirchenstammtisch für Männer“, soll so der allgemeine Wunsch der Männer, ein Stammtisch ohne Frauen sein. Allerdings ist eine Frau immer herzlich willkommen, Irmgard Hellpap. „Meine Frau hilft, steht in der Küche und kocht Kaffee, Tee und Eier. Sie ist immer dabei, wenn ich „mein Küchenmädchen“ nicht hätte, wäre für mich der Stammtisch nicht mehr, stellt Gerhard Hellpap fest. Wenn Stammtischtag ist, holt Gerhard Hellpap um acht Uhr die Ware vom Bäcker und Schlachter, die er montags bestellt hat. Fünf Euro zahlen die Männer für das Frühstück, es kommen fast immer weit über dreißig Gäste.

Nach dem Frühstück wird abgeräumt. Die Männer sind „gut erzogen“, das Geschirr wird zum großen Abwasch in die Küche gebracht und erst danach nimmt der Referent oder die Referentin das Wort.

„Unser Stammtisch ist bekannt, sogar im „Haus kirchlicher Dienste“ der evangelischen Landeskirche in Hannover, habe ich unseren Kirchenstammtisch für Männer vorgestellt. „Man war erstaunt, wie wir es in Hassel schaffen, immer Referenten zu finden, die fast immer weit über 30 Männer anlocken“, schildert Gerhard Hellpap. „Lüwi und ich arbeiten gut zusammen. Wir sind stolz auf diese Truppe“. Ganz besonders freuen sie sich, dass Landesbischof Meister schon schriftlich zugesagt hat, im Februar 2015 Gast im Kirchenstammtisch für Männer in Hassel zu sein.

Am Dienstag hält Dietrich Kramer aus Hassel einen Vortrag über seine Erlebnisreise durch die USA, auch da werden Männer aus Hassel und der Region wieder den Weg in das Haus der Gemeinde zum Kirchenstammtisch für Männer finden.

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Erstellt:
27. April 2014, 00:00 Uhr
Lesedauer:
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