Die neue Frauen-Arbeitsgruppe erhielt viel Zustimmung aus der Pfarrgemeinden bei ihren Forderungen, „damit die katholische Kirche zukunftsfähig bleibt“. Katholisches Pfarramt

Die neue Frauen-Arbeitsgruppe erhielt viel Zustimmung aus der Pfarrgemeinden bei ihren Forderungen, „damit die katholische Kirche zukunftsfähig bleibt“. Katholisches Pfarramt

Rehburg/Wunstorf 30.07.2019 Von Die Harke

Kirchliche Machtstrukturen unter die Lupe genommen

Arbeitsgruppe „Frauen in der Kirche“ gegründet

In der Pfarrversammlung der St. Bonifatius-Gemeinde Wunstorf, zu der auch Rehburg gehört, hat sich die Arbeitsgruppe „Frauen in der Kirche“ gebildet. Im Zusammenhang der bundesweiten Aktion „Maria 2.0“ haben Frauen dieser Arbeitsgruppe in einem Sonntagsgottesdienst die Machtstrukturen und die mangelnde Aufarbeitung von sexuellem Missbrauch durch Amtsträger zur Sprache gebracht. Pfarrer Körner und Pastor Tigges haben die Frauen bei dieser Aktion unterstützt. Pastor Tigges verzichtete auf eine Predigt. Martina Mensing, Claudia Spatz und Stefanie Hanke plädierten in einem Dialog für eine wertschätzende und gleichberechtigte Kirche wie dem Diakonat der Frau, der Abschaffung des Pflichtzölibats, damit die katholische Kirche zukunftsfähig bleibt.

Ein lebendiges, intaktes Gemeindeleben findet weitgehend durch die ehrenamtliche Mitarbeit von Frauen statt. Nach dem Gottesdienst gab es eine große Zustimmung und Solidarität der Gemeindemitglieder. Einige äußerten ihre Meinung wie zum Beispiel Kommunion-Empfang für geschiedene Wiederverheiratete, bei kirchlichen Veränderungen die Entwicklungen in der westlichen Kirche zu berücksichtigen oder Frauen predigen zu lassen. Sie waren biblisch die ersten Verkünderinnen der Frohen Botschaft.

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Erstellt:
30. Juli 2019, 09:13 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 32sec

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