ronstik - stock.adobe.com

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30.07.2020 Von Die Harke

Kleber: zuverlässige Helfer im Alltag

Für jedes Vorhaben gibt es den passenden Klebstoff.

So ein Unglück ist ganz schnell passiert: Man streift versehentlich die Vase auf dem Beistelltisch und steht vor einem Scherbenhaufen. Oder die Sohle des Joggingschuhs verabschiedet sich – natürlich dann, wenn alle Läden schon geschlossen haben. Wie gut, dass man solche Macken schnell beheben kann: mit dem richtigen Kleber. Kleben gehört zu den ältesten Reparatur-Techniken der Menschheit. Bereits die Neandertaler nutzten Birkenpech, um ihre Werkzeuge damit zu kleben.

Wie eine Studie des Marktforschungsunternehmens Ceresana zeigte, gehören Klebstoffe zu den beliebten Reparaturmitteln: Weltweit wurden 2019 mehr als 14,7 Millionen Tonnen davon verbraucht.

Klebstoffe für jeden Zweck

Generell bezeichnet man mit dem Begriff Kleben die Verbindung verschiedener Werkstoffe mithilfe von Klebstoffen. Das macht Kleben zum einen sehr einfach, zum anderen sind andere Verbindungstechniken wie etwa Nieten oder Nähen oftmals sogar weniger haltbar als Kleben. Doch Klebstoff ist nicht gleich Klebstoff. Darauf weist auch das Unternehmen Pattex in einem Ratgeber hin. Neben den unterschiedlichen Arten von Klebstoff, die je nach Material angewendet werden, spielen jedoch auch andere Faktoren eine Rolle. Zum Beispiel die erforderliche Traglast des Klebers oder die Eignung für Feuchträume sowie den Außenbereich, wenn man dort etwas kleben möchte. Die entsprechenden Angaben findet man auf der Packung des Klebers.

Weil Klebstoffe universell einsetzbar sind und sich mit ihrer Hilfe viele Probleme lösen lassen, gehören sie heute auch zum Equipment beinahe jedes Hobbybastlers. Ungewöhnliche DIY-Projekte im eigenen Zuhause lassen sich so ganz einfach verwirklichen. Damit eignen sich Klebstoffe nicht nur für Reparaturen.

So hält der Kleber

Hat man den passenden Klebstoff gefunden, gilt es, einige Dinge zu beachten, damit das Ergebnis auch lange hält. Dazu gehört zunächst, dass die einzelnen zu klebenden Teile sorgfältig gereinigt werden. Dabei sollte man möglichst Handschuhe tragen, damit kein Hautfett auf die sauberen Stücke gelangt. Danach werden die Oberflächen leicht mit Schmirgelpapier angeraut. Das sorgt für eine bessere Haftfähigkeit des Klebers. Im zweiten Schritt wird der Kleber aufgetragen – und zwar nur auf einen Teil des Werkstücks. Ausnahme: Kontaktkleber werden grundsätzlich auf beide Seiten aufgetragen. Der Klebstoff wird dünn und gleichmäßig auf der Oberfläche verteilt.

Danach folgt – außer bei Sekundenkleber – die Einwirkzeit, bevor die beiden zu klebenden Stücke fixiert werden. Das geschieht mithilfe von Druck, der je nach Kleber unterschiedlich stark ausfällt. So müssen bei einem Zwei-Komponenten-Kleber die Stücke über mehrere Stunden zusammengepresst werden. Dazu nimmt man am besten Schraubzwingen. Eine andere Möglichkeit ist das Beschweren mit einer Holzplatte, auf die Steine gelegt werden. Wichtig ist dann, die Zeit einzuhalten, die der Kleber zum Aushärten benötigt. Das können durchaus mehrere Stunden sein. Wenn man die geklebten Stücke über Nacht fixiert, ist man also auf der sicheren Seite.

Kleben kann man heute so ziemlich alles. Auch beim Hausbau kommt man heute um Kleben nicht herum – sei es, um die Fliesen im Bad zu befestigen oder um Vinylboden zu verlegen. Doch nicht nur dort: Klebstoffe ersetzen mehr und mehr die Bohrmaschine. Das klappt dann, wenn man sich für den richtigen Klebstoff entscheidet. Hier ist Montagekleber eine gute Wahl, wenn man genug Zeit für Vorbereitung und Klebedauer einplant. Mittlerweile gibt es sogar Varianten, die auf nicht saugfähigen Oberflächen angewendet werden können – da fanden Montagekleber vor einigen Jahren noch ihre Grenze.

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Erstellt:
30. Juli 2020, 08:34 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 43sec

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