Andrea Weber, Bärbel Wittmershaus, Birgit Schaffert und Sigrid Elver (von links) verantworten die Tauschbörse und sind immer montags von 17 bis 19 Uhr vor Ort. Foto: Flecken Steyerberg

Andrea Weber, Bärbel Wittmershaus, Birgit Schaffert und Sigrid Elver (von links) verantworten die Tauschbörse und sind immer montags von 17 bis 19 Uhr vor Ort. Foto: Flecken Steyerberg

Steyerberg 10.03.2020 Von DH

Kleiderkammer für alle offen

Steyerberger Tante-Busch-Projekt setzt auf Nachhaltigkeit: Stöbern, Tauschen und dabei Ressourcen schonen

Die Kleiderkammer des Steyerberger Integrationsprojektes geht neue Wege: Ab sofort ist die Kleiderkammer für jedermann geöffnet.

„Ob jung, ob alt, ob groß, ob klein: Jeder ist herzlich willkommen. Ob Fehlkäufe, Ladenhüter aus dem Kleiderschrank oder nach Gewichtsabnahme: Sie können ihre Kleidung bei uns tauschen“, schreibt Tina Hormann, die beim Flecken Steyerberg für die Integrationsarbeit zuständig ist. „Wir alle sparen so Ressourcen.

Aber auch diejenigen, die nichts im Tausch anzubieten haben, sind willkommen. In dem Fall freut sich ein Sparschwein über Ihre Spende. Diese kommt dann sozialen Projekten im Flecken Steyerberg zugute“, erörtert die Verwaltungsmitarbeiterin weiter.

2015 wurde das „Tante-Busch-Projekt ins Leben gerufen. Es bot den damals zahlreich ankommenden Flüchtlingen eine ehrenamtliche Hilfestellung. Im Dachgeschoss des Pfarrhauses in Rießen fand die dazugehörige Kleiderkammer ihre erste Räumlichkeit. Diese wurde schnell zu klein, im Sommer 2016 zog „Tante Busch“ deshalb in die Alte Post um. 2018 der abermalige Umzug, nachdem der Flecken in der Kirchstraße 30 das kommunale Klimabüro eröffnete. Die Kleiderkammer bezog das Obergeschoss und ist bis heute dort zu finden.

Der Eingang befindet sich linksseitig am Gebäude. „Mittlerweile sind viele Flüchtlingsfamilien gut ausgestattet bzw. in regelmäßigen Arbeitsverhältnissen, so dass die akute Not gelindert ist. Da sich im Gebäude des Klimabüros auch Unterkünfte für Obdachlose befinden, war es für das Kleiderkammer-Team selbstverständlich, sich auch für den Personenkreis der Bedürftigen zu öffnen, zumal die Spendenbereitschaft der Bewohner des Fleckens Steyerberg weiterhin sehr hoch war“, berichtet Hormann von der weiteren Entwicklung.

Sie schreibt außerdem: „Nun fallen im Klimabüro oft Begriffe wie ‚Ressourcen schonen‘, ‚Wiederverwendung‘ , oder ‚Nachhaltigkeit‘. Dieses möchte sich das Kleiderkammer-Team nun auch zu Eigen machen. Wir wollen weg von ‚Billig ist cool‘ und ‚Fast Fashion‘ hin zu ‚Trag’s noch einmal‘ – ganz im Sinne der Fryday-for-Futur-Bewegung.“

Deshalb sei nun jeder in der Kleiderkammer willkommen: Die Tauschbörse ist zunächst montags von 17 bis 19 Uhr geöffnet. Zusätzliche Termine oder andere Öffnungszeiten werden nach Angaben von Tina Hormann am Bedarf ermittelt. Die Verantwortlichen sind Birgit Schaffert, Andrea Weber und Bärbel Wittmershaus. Die Flüchtlingsfamilien im Flecken bekommen nach wie vor feste Termine.

Die Annahme von Bekleidung und Haushaltsgegenständen (ausgenommen sind Kleinmöbel und Ähnliches) ist wie gewohnt freitags zwischen 10 und 11 Uhr. Dann sind Daniela Piehl, Sigrid Elver und Annette Oldenburg vor Ort.

Informationen werden im Newsletter des Fleckens Steyerberg und auf der Facebookseite „Flüchtlingshilfe Steyerberg“ aktuell eingestellt. Auch wird das Kleiderkammer-Team in den nächsten Wochen an Veranstaltungen in den Ortsteilen teilnehmen und für Fragen zur Verfügung stehen.

„In diesem Zusammenhang weisen wir bereits jetzt schon einmal daraufhin, dass wir uns über neue ehrenamtliche Helfer freuen würden, die das Team stundenweise unterstützen möchten und heißen diese willkommen“, schreibt Tina Hormann abschließend.

DH

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Erstellt:
10. März 2020, 18:33 Uhr
Lesedauer:
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