Stefan und Heike Paeslack aus Nienburg versuchten sich bei den Landfrauen an einem Kräuter-Quiz. Brosch

Stefan und Heike Paeslack aus Nienburg versuchten sich bei den Landfrauen an einem Kräuter-Quiz. Brosch

Wietzen 07.05.2017 Von Matthias Brosch

„Klein, aber fein“

Die Gewerbeschau „WIER – Wietzen erleben“ überzeugt mit einer Mischung aus Innovation und Tradition

Wenn es einen ersten, zweiten und dritten Preis gibt, streben gemeinhin die Menschen nach dem Hauptgewinn. Nicht so am Wüstenrot-Stand: Dort warteten drei unterschiedlich große Koffer auf einen neuen Besitzer – und nicht wenige liebäugelten mit einem der kleineren Modelle. Diese „Bescheidenheit“ passte zu der Beschreibung, die [DATENBANK=358]Bürgermeister Hans-Jürgen Bein[/DATENBANK] der Gewerbeschau in Wietzen in seinen Eröffnungsworten verpasst hatte: „Klein, aber fein!“ Vielleicht lag es aber auch an den Farben ...

Alvermann die Ruhe selbst

Die zweitägige „54214“ mit ihren über 50 Ausstellern traf jedenfalls den Geschmack der Besucherinnen und Besucher, die eine Mischung aus Innovation und Tradition serviert bekamen. Das Organisationsteam mit [DATENBANK=683]Cord Prange[/DATENBANK], Astrid Ludwig, Karsten Hesse, Werner Böckmann, Dorit Hüneke und Bianca Krücke durfte mit sich und den Gewerbetreibenden und Dienstleistern, Hobbykünstlern und Direktvermarktern sowie Vereinen und Institutionen zufrieden sein.

Dabei war die Aufregung im Vorfeld groß: Krähen hatten den Rasen des geplanten Freigeländes auf dem Schlamann-Gelände direkt an der Bundesstraße 6 bei ihrer Jagd nach Engerlingen völlig zerstört, sodass das Ausstellerzelt kurzerhand dorthin verlegt werden musste. Dank [DATENBANK=684]Christian Alverman[/DATENBANK]n, dem unterstützenden Wirtschaftsförderer des Zweckverbandes Linkes Weserufer, kam nie Unruhe auf.

Stand der Wiesenhof-Azubis

Die Motive zur Teilnahme der Aussteller waren unterschiedlich: Die Nienburger Geflügelspezialitäten, besser bekannt als Wiesenhof und größter Arbeitgeber der Gemeinde, präsentierten sich zum Beispiel das erste Mal auf der Wietzener Gewerbeschau. Den Impuls dafür setzten die Auszubildenden des Schlachtbetriebes. Diese begannen vor gut zwei Jahren, das Unternehmen und dessen Möglichkeiten für junge Menschen bei „48861“ vorzustellen, einem Projekt der Ausbildungsstätten Rahn. „Zuletzt waren wir bei einer Berufs-Informations-Börse in Syke“, berichtete der 20-jährige Thilo Glander, der sich im dritten Lehrjahr zum Industriekaufmann befindet.

Während bei Wiesenhof die Produkte im Hintergrund standen, konnte bei anderen auf Entdeckungsreise durch die Angebotspalette gegangen werden. Und fast überall gab es etwas zum Mitnehmen oder Gewinne bei Glücksspielen. Da mussten die freundlichen Frauen der Tagespflege Weserstube und von der Ambulanten Pflege von Iuvare einigen Kindern mit Jutebeuteln aushelfen, damit darin die Werbegeschenke und Süßigkeiten sicher nach Hause kamen.

Hauptpreis geht nach NRW

Ein begehrtes Give-away für Erwachsene verteilte die RWG Niedersachsen-Mitte mit (leeren) Benzinkanistern. Die Raiffeisen-Warengenossenschaft trug darüber hinaus mit einer Modenschau zum Unterhaltungsprogramm bei – ebenso wie die Feuerwehren aus Wietzen und Holte-Langeln, die ihren Tag der offenen Tür in diesem Jahr auf die Gewerbeschau verlegten, sowie Tanz- und Musikgruppen. Den Hauptgewinn der Tombola, einen Reisegutschein über 750 Euro, Frank Wieland aus Billerbeck in Nordrhein-Westfalen. Das E-Paper-Abo der HARKE gewann Jutta Kuhlenkamp.

Erstmals an der „WIER“, die alle vier Jahre veranstaltet wird, nahm Brigitte Karrasch teil. Für die gebürtige Kölnerin war es sogar der allererste Gewerbeschau-Auftritt überhaupt: Sie präsentierte ihre Praxis für Stimm- und Sprechtherapie, zuvor hatte sie ihre Geschäftsräume über 30 Jahre lang in ihrer Heimatstadt und in Euskirchen. Sie zog es aus privaten Gründen hierher, ins Pferdeland Niedersachsen: „Ich finde, Wietzen ist besonders und verfügt für einen Ort seiner Größe über eine gute Infrastruktur.“ Dieses Lob einer „Neu-Bürgerin“ darf nach diesem Wochenende als Schlusswort stehenbleiben.

Statt eines eigenen Tages der offenen Tür präsentierten die Feuerwehren Wietzen und Holte-Langeln auf der „WIER“ Brandeinsätze und technische Hilfeleistungen. Brosch

Statt eines eigenen Tages der offenen Tür präsentierten die Feuerwehren Wietzen und Holte-Langeln auf der „WIER“ Brandeinsätze und technische Hilfeleistungen. Brosch

Die Samtgemeinde Marklohe und die Gemeinde Wietzen zeigten sich ebenfalls an beiden Tagen, unter anderem Fritz Jansen und Elisa Meyer freuten sich über das Interesse. Brosch

Die Samtgemeinde Marklohe und die Gemeinde Wietzen zeigten sich ebenfalls an beiden Tagen, unter anderem Fritz Jansen und Elisa Meyer freuten sich über das Interesse. Brosch

Till und Hanna Rötschke nehmen mit ihren Eltern Torsten und Wiebke an einem Gewinnspiel teil. Carola Albers (links) informierte zudem von den Angeboten der Johanniter. Brosch

Till und Hanna Rötschke nehmen mit ihren Eltern Torsten und Wiebke an einem Gewinnspiel teil. Carola Albers (links) informierte zudem von den Angeboten der Johanniter. Brosch

Ein Bild mit Luther ließen Felicitas und Mutter Nicole Wülbern am Stand der Kirchengemeinde St. Gandolf von sich machen. Brosch

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Greta Kunst, Niklas Hüneke (hinten), Lia Kanning, Cedric Friebe und Aria Ramanauskas von der JG Neulohe führten unter der Regie von Rosemarie Imsande den plattdeutschen Sketch „Rin oder rut, dat is de Frage?“ beim Spargelessen mit Witz auf. Brosch

Greta Kunst, Niklas Hüneke (hinten), Lia Kanning, Cedric Friebe und Aria Ramanauskas von der JG Neulohe führten unter der Regie von Rosemarie Imsande den plattdeutschen Sketch „Rin oder rut, dat is de Frage?“ beim Spargelessen mit Witz auf. Brosch

Unter Aufsicht von Wilfried Masbruch (links) lösten Elke Aeffner, Dr. med. Karl Aeffner, Jutta Wilkens-Schaper und Jens Schaper das Puzzle des Dorfkulturkreises. Brosch

Unter Aufsicht von Wilfried Masbruch (links) lösten Elke Aeffner, Dr. med. Karl Aeffner, Jutta Wilkens-Schaper und Jens Schaper das Puzzle des Dorfkulturkreises. Brosch

Am Sonntagnachmittag herrschte der größte Andrang im Ausstellerzelt. Brosch

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Erstmals als Ausstellerin auf einer Gewerbeschau: die gebürtige Kölnerin Brigitte Karrasch betreibt eine Praxis für Stimm- und Sprechtherapie. Brosch

Erstmals als Ausstellerin auf einer Gewerbeschau: die gebürtige Kölnerin Brigitte Karrasch betreibt eine Praxis für Stimm- und Sprechtherapie. Brosch

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Erstellt:
7. Mai 2017, 21:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 36sec

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