Stefan Schwiersch DH

Stefan Schwiersch DH

Kleiner Pieks, großer Ertrag

Guten Tag

Von Stefan Schwiersch

Das hat sich doch gelohnt. Currywurst-Pommes, Cola satt und eine dicke Packung Kekse für den Papa, ein Malbuch, fünf Tütchen Gummibären und mehr als die Hälfte von Papas Wurst für die Erstgeborene. Nicht zu vergessen: Ein gutes Pfund weniger auf der Waage. Leider nur vorübergehend. Sie ahnen es: Hier geht‘s mitnichten um eine Shopping-Tour samt Give-aways zwecks Kundenbindung, sondern ums Blut spenden. Ich war zum ersten Mal dabei.

Nun ist es wahrlich keine Heldenleistung, im 46. Lebensjahr erstmals auf die Idee zu kommen, sich zwecks Blutentnahme anzapfen zu lassen. Vor allem, wenn der Primär-Antrieb, zur Spende zu gehen, vornehmlich dem Currywurst-Appetit der Tochter zuzuschreiben war. Aber irgendwie hat es sich in den vergangenen 28 Jahren einfach nicht ergeben, ich hatte wohl jedes Mal keine Zeit. Billige Ausrede, werden Sie sagen, vermutlich mit Recht. Zumal ich nicht mal sonderlich Angst vor Nadeln habe: Vergangenes jahr wurde ich in einer Sitzung (ich erspare Ihnen die Details) zehnmal gepiekst, und diese Prozedur überlebt zu haben, hievt mich in den Augen meiner Töchter auf den Level der größten Superhelden dieses Universums.

Wie dem auch sei: Der Bock ist umgestoßen, ich gelobe feierlich, der „ersten Bürgerpflicht“ (O-Ton meiner lieben Frau) künftig konsequent nachzukommen und Blut zu spenden. Auch auf die Gefahr hin, dass mir von der anschließenden Currywurst nur der Zipfel bleibt.

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Erstellt:
30. Juli 2016, 21:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 43sec

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