Klimaschutz ist schwer gefragt

Klimaschutz ist schwer gefragt

Landrat Detlev Kohlmeier, 1. Vorsitzender, und Franziska Materne, Geschäftsführerin der Klimaschutzagentur Mittelweser mit den umweltfreundlich gedruckten Jahresberichten Foto: Landkreis Nienburg

Ungewöhnliche Zeiten erfordern flexibles Handeln. Mit diesem Spruch lässt sich auch das Jahr 2020 der Klimaschutzagentur Mittelweser gut beschreiben.

„Vor einem Jahr hätte sich wohl nur schwer jemand vorstellen können, dass sich Netzwerkpartner, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus der Verwaltung sowie Bürgerinnen und und Bürger zu Austauschrunden und Vorträgen an den PC setzen und sich klimafreundlich und digital austauschen und somit die Fahrtwege einsparen“, schreibt die Klimaschutzagentur dazu.

Auch der Bedarf an den Energieberatungen für Private und Unternehmen sei so hoch wie nie zuvor gewesen. „Das Interesse an den Themen Klimaschutz, Energieeffizienz und Energieeinsparung ist im Landkreis Nienburg auch während der Corona-Pandemie ungebrochen“, heißt es im Bericht.

Der von Landrat Detlev Kohlmeier, erster Vorsitzender der Klimaschutzagentur Mittelweser, vorgestellte Jahresbericht zeigt die vielfältige Arbeit der für den Landkreis und seine Kommunen zuständigen Agentur. „Ich habe mir so einen Jahresbericht gewünscht, denn so können wir deutlich zeigen, welches breite Feld von der Klimaschutzagentur inzwischen bespielt wird. Mit unterschiedlichsten Projekten und Aktionen haben Ehren- und Hauptamtliche die Vielfältigkeit des Themas Klimaschutz bearbeitet, die Vorbildfunktion als Klimaschutzagentur genutzt und die unterschiedlichsten Zielgruppen, von jung bis alt, für das Thema begeistern können“, betont Kohlmeier.

Die Geschäftsführerin der Klimaschutzagentur, Franziska Materne, erklärt: „Mit unserem weitreichenden Netzwerk, einer Vielzahl an Akteuren aus der Mittelweserregion, digitalen Informationsveranstaltungen, neutralen Beratungen und effizienter Netzwerkarbeit mit Unternehmen und Kommunen konnten wir auch dieses Jahr an unserem gemeinsamen Ziel der Energiewende und der Einsparung von CO2 erfolgreich arbeiten.“

Der Umzug der Agentur in neue Räume mit riesigen Schaufenstern an der Marienstraße, verbunden mit der Digitalisierung der Büroarbeit hat dem Bericht zufolge neue Möglichkeiten der Präsentation in der Öffentlichkeit geschaffen und den Klimaschutz im Landkreis sichtbarer gemacht.

Die erfreuliche Nachricht, dass die niedersächsische Landesregierung Ende des Jahres 2020 ein umfangreiches Maßnahmenprogramm zum Klimaschutz mit einem Finanzvolumen von über einer Milliarde Euro beschlossen hat, lasse die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter positiv gestimmt und voller Tatendrang auf das aktuelle Jahr blicken: „Im Zentrum stehen eine Vielzahl neuer Förderschwerpunkte etwa für den Ausbau der erneuerbaren Energien, die energetische Gebäudesanierung und klimafreundliche Mobilität.“

Das vom niedersächsischen Landtag verabschiedete „Gesetz zur Förderung des Klimaschutzes und zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels (Niedersächsisches Klimagesetz)“ unterstütze dabei die Arbeit und hebe das Thema in der Gesellschaft weiter in den Mittelpunkt.

Dies zeige auch die steigende Anzahl an Mitgliedern: Derzeit unterstützten 76 Unternehmen, Kommunen und Privatpersonen die Tätigkeiten der Agentur. Mit weiteren Kooperationspartnern seien erfolgreiche Projekte und Kampagnen in den Bereichen „Zero Waste“, nachhaltige Entwicklung in Unternehmen oder Ressourcenschutz umgesetzt worden.

Es gelinge so zu zeigen, dass jeder ein Stück zum Klimaschutz mit seinen verfügbaren Mitteln beitragen könne, heißt es zum Abschluss des Berichts. Kohlmeier und Materne seien sich einig, dass sie sich über weitere Unterstützende und ein weiter stark wachsendes Netzwerk mit neuen Ansätzen für klimaschützende Gestaltungsmöglichkeiten sehr freuten. Interessierte Privatpersonen und Unternehmen sind eingeladen sich Informationen zur Mitgliedschaft unter Telefon 0 50 21 / 9 03 65 95 einzuholen.

Der Bericht steht unter www.klimaschutzagentur-mittelweser.de zum Stöbern und Lesen zur Verfügung.