Manon Garms DH

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Guten Tag 27.09.2019 Von Manon Garms

Klippen umschiffen

„Geduld ist am Anfang eines Sanierungsprozesses wichtig.“ Das betonte Nienburgs Bürgermeister Henning Onkes (parteilos) bei der Abschlussdokumentation zum Sanierungsverfahren in der Lehmwandlung (Bericht auf Seite 21). Andere Redner pflichteten ihm bei. Onkes nutzte die Veranstaltung auch, um all diejenigen zu kritisieren, denen es mit der weiteren Entwicklung der Nienburger Innenstadt nicht schnell genug vorangeht. Aus dem Sanierungsverfahren der Lehmwandlung könne die Stadt für die Sanierung der Innenstadt lernen. „Viele Dinge sind nicht sofort absehbar“, sagte Onkes.

Allen „Ungeduldigen“ hielt der Bürgermeister vor: „Man sollte lieber mal überlegen, bevor man lospoltert, und von den Erfahrungen anderer lernen. Es ist nicht förderlich, wenn man von außen hineinposaunt, sondern man sollte die Kräfte von innen wirken lassen.“ Die Verwaltung stehe unter Druck, das in den Haushalt eingestellte Geld auszugeben, und die Politik stehe unter Druck, bis zur nächsten Wahl etwas vorzuzeigen.“ Wie sich an der Lehmwandlung gezeigt habe, könnten es jedoch bei einer Stadtsanierung durchaus mal 18 Jahre werden – auch wenn das nicht der Regelfall sei.

Sicher können Verwaltung und Politik aus einem Sanierungsverfahren für ein anderes lernen. Aber das kann auch bedeuten, dass man Klippen von vornherein umschifft, eventuelle Fehler nicht wiederholt und auf diese Weise schneller vorankommt. Und: Jedes Sanierungsgebiet ist anders, wie Fritz Käse (CDU) anmerkte: „Bei der Innenstadt haben wir nicht das Problem sozialer Brennpunkte wie in der Lehmwandlung.“ Auch das könnte eine Chance sein, bei der Innenstadtentwicklung schneller voranzukommen als in der Lehmwandlung.

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Erstellt:
27. September 2019, 21:03 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 46sec

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