Die „Kulturroute“ verbindet 26 „Leuchttürme“ und mehr als 120 touristische Ziele miteinander. Skizze: Mittelweser-Touristik

Die „Kulturroute“ verbindet 26 „Leuchttürme“ und mehr als 120 touristische Ziele miteinander. Skizze: Mittelweser-Touristik

Loccum/Landkreis 03.04.2017 Von Die Harke

Kloster Loccum ist ein „Leuchtturm“

Radelnd Kultur erleben: Die „Kulturroute“ rund um Hannover führt auch durch den Landkreis Nienburg

Radler und Kulturinteressierte aufgepasst: Mit der beginnenden Radsaison hat das Netzwerk „Erweiterter Wirtschaftsraum Hannover“ einen Veranstaltungskalender für den Streckenverlauf seines Radfernweges veröffentlicht. Die rund 800 Kilometer lange „Kulturroute“ verbindet 26 „Leuchttürme“ und über 120 touristische Ziele an der Strecke. „Leuchtturm“ im Landkreis Nienburg ist das Kloster Loccum. 15 Tagesetappen mit Streckenlängen zwischen 33 und 80 Kilometern sowie fünf kürzere Ausflugstouren gliedern die Strecke. Die „Kulturroute“ führt auch durch den Landkreis Nienburg: Aus Stadthagen kommend erreicht der Radler Bad Rehburg, das einst „Hannoversches Madeira“ genannt wurde. Im neuen Badehaus befindet sich die Ausstellung „Kurleben der Romantik“. Über Münchehagen mit dem [DATENBANK=3812]Dino-Park[/DATENBANK] und Loccum mit dem 1163 gegründeten [DATENBANK=578]Kloster[/DATENBANK] geht die Reise nach Schlüsselburg mit seinem Scheunenviertel. Hier trifft die Kulturroute auf den Weser-Radweg.

Der nächste Ort ist Stolzenau, direkt am Weserufer gelegen. Das Wahrzeichen ist der gedrehte Turmhelm der [DATENBANK=795]St.-Jacobi-Kirche[/DATENBANK]. Weiter nördlich führt der Weg am Gelände des ehemaligen [DATENBANK=3813]Benediktiner-Klosters Schinna[/DATENBANK], eine der ältesten protestantischen Fachwerkkirchen Deutschlands, vorbei. Über die Weserbrücke geht es in den Ortskern von Landesbergen mit der Hochzeitsmühle, dem Spieker und der alten Weserfähre. In Estorf locken die Fachwerkkirche und das [DATENBANK=1690]Historische Scheunenviertel[/DATENBANK] mit der Radler-Scheune. Der Gast erreicht dann Nienburg mit seiner Fachwerk- und Weserrenaissancealtstadt. Hier locken verschiedene Museen und die Personenfahrgastschifffahrt. Durch die Stadt führt der Weg in den nahe gelegenen Forst Krähe. Dort liegt seit Jahrtausenden der Findling Giebichenstein. Mit einem Gewicht von 207 Tonnen Granit ist er einer der größten in Niedersachsen. Weiterhin sehenswert ist in Stöckse das Kulturdenkmal Kartoffeldämpfanlage – deutschlandweit einzigartig. Über Steimbke mit seiner romanischen St. Dionysius-Kirche und Rodewald mit dem Heimatmuseum führt der Weg dann weiter ins Aller-Leine-Tal.

Die Kulturroute ist an Plaketten mit einem weißen „K“ für Kultur zu erkennen. Kartenmaterial gibt es an den Tourist-Informationen. Wer lieber mit Navigationsgerät radelt, kann sich alle Touren kostenfrei als GPX-Track herunterladen.

Außerdem gibt es auf www.kulturroute-hannover.de umfangreiche Infos und Empfehlungen zu radlerfreundlichen Unterkünften sowie Radverleih- und Reparaturmöglichkeiten.

Das Netzwerk

„Erweiterter Wirtschaftsraum Hannover“ wurde im Oktober 2010 als Nachfolgeorganisation des Städtenetzes EXPO-Region gegründet. Es verbindet die Städte Celle, Hameln, Hildesheim, Nienburg/Weser, Peine, Stadthagen, Walsrode und die Landkreise Celle, Hameln-Pyrmont, Heidekreis, Hildesheim, Nienburg/Weser, Peine und Schaumburg sowie die Region Hannover in interkommunaler Kooperation. Das Netzwerk verfolgt die Stärkung der regionalen Zusammenarbeit sowie die gemeinsame Entwicklung des Wirtschaftsraums.

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Erstellt:
3. April 2017, 21:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 14sec

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