Im Team „Tokmok“ arbeiten derzeit rund 40 Frauen und gewinnen dadurch auch für sich ein sicheres
Einkommen.  Projekt Kirgisien

Im Team „Tokmok“ arbeiten derzeit rund 40 Frauen und gewinnen dadurch auch für sich ein sicheres Einkommen. Projekt Kirgisien

Loccum 14.06.2017 Von Die Harke

Klosterstube im „Aufwind“

Projektvorstellung „Förderverein Hoffnung für Kirgisien“ heute in Loccum

Störche nutzen Aufwinde für den Einsatz ihrer Kräfte beim Fliegen weiter Strecken. „Aufwind“ (englisch „uplift“) hat sich sinnigerweise ein Projekt in Kirgisien als Name gewählt, das sich um ausgesprochen Schwache kümmert: Vollwaisen, Sozialwaisen und behinderte Kinder in staatlichen Heimen der zentralasiatischen Republik. In Anlehnung an diesen Namen nennt sich ein deutscher Projektpartner „Förderverein Hoffnung für Kirgisien“. Dessen Mitbegründerin und Vorsitzende Maren Ernst aus Berlin kommt auf Einladung der Klosterstube nach Loccum, um das kirgisische Projekt und die Kooperation aus eigener Anschauung vorzustellen. Denn seit einigen Jahren greift die Klosterstube beiden Partnern mit Spenden aus dem Gewinn und mit dem Bezug von Waren unter die Arme.

Zur Projektinformation heute um 19 Uhr in der Klosterstube im Torhaus des Klosters sind über das aktive Team des Eine-Welt-Ladens auch Interessierte eingeladen.

Schwerpunkte der Projektarbeit sind die Ausbildung und der Einsatz zusätzlicher Pflegekräfte in den staatlichen Heimen für behinderte und Waisenkinder. Durch persönliche und kontinuierliche Zuwendung, Mobilisierung und Physiotherapie werden Lebensqualität, Lern- und (Über)Lebensfähigkeit der Kinder, die ansonsten oft apathisch dahinleben, deutlich gesteigert.

Im Team Tokmok (siehe Foto) arbeiten derzeit rund 40 Frauen und gewinnen dadurch auch für sich ein sicheres Einkommen: Auf den Schultern und Herzen von Frauen liegt das ganze Vorhaben. Das Team von „Tokmok“ in Kirgisien erzeugt mit seinem Einsatz „Aufwind“ für flügellahme Waisenkinder – und spürt solchen daraufhin auch für sich selbst.

In den letzten Jahren waren rund 300 Frauen als „uplift-Mütter“ einbezogen, die auch als Multiplikatorinnen wirken und die Einstellung der einheimischen muslimischen Bevölkerung gegenüber behinderten und Waisenkindern nach und nach verändern.

Auf den deutschen Partner „Förderverein Hoffnung für Kirgisien“ war eine Mitarbeiterin der Klosterstube, Barbara Kruhöffer, bei einem Besuch des Eine-Welt-Ladens in der Gedächtniskirche Berlin gestoßen. Was den Loccumer Laden auch für eine Kooperation gewann, ist die Wertschätzung kirgisischer Traditionen im Projekt. Die alte hochentwickelte Kunst des Filzens wird von älteren Frauen an jüngere weitergegeben. Ihre Produkte bringen Einnahmen.

Der heutige Informationsabend in der Klosterstube mit der Referentin Maren Ernst wird Brücken schlagen und den Teilnehmenden am Beispiel eine Vorstellung vermitteln, wem die gemeinnützige Arbeit des Teams zugute kommt: unter anderem den Betreuten und Mitarbeitenden im Projekt „Aufwind = uplift“ in Kirgisien.

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Erstellt:
14. Juni 2017, 21:00 Uhr
Lesedauer:
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