Knapp 292 Millionen Euro Dürrehilfe an Bauern ausgezahlt

Knapp 292 Millionen Euro Dürrehilfe an Bauern ausgezahlt

Vertrocknete Erde auf einem Acker. Foto: Daniel Karmann/dpa

Damit wurden 7214 landwirtschaftliche Betriebe unterstützt, wie das Bundesagrarministerium auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mitteilte. Die größte Einzelsumme aus dem gemeinsamen Bund-Länder-Programm ging bis zum Abschluss der Auszahlungen Ende 2019 nach Brandenburg mit 72 Millionen Euro. Noch laufende Klagen oder Widerspruchsverfahren sind in den Zahlen nicht berücksichtigt. Bundesministerin Julia Klöckner (CDU) hatte die damaligen Ernteschäden im August 2018 als Ereignis „nationalen Ausmaßes“ eingestuft - und erstmals seit 2003 wieder Bundeshilfen wegen einer Dürre zugesagt. Der Bund und 14 Länder stellten dann jeweils bis zu 170 Millionen Euro bereit. Schwelle für eine Unterstützung war, dass Betriebe in ihrer Existenz gefährdet sind. Gerechnet worden war mit bis zu 10.000 betroffenen Höfen. Kein Interesse an Hilfsprogrammen hatten Rheinland-Pfalz und das Saarland angemeldet. Im Schnitt lagen die Hilfszahlungen bei 43.800 Euro pro Betrieb, wie das Ministerium erläuterte. 71 Prozent der unterstützten Betriebe waren demnach Einzelunternehmen, also meist Familienbetriebe. Neben dem stark von der damaligen Dürre betroffenen Brandenburg gingen auch große Anteile der Hilfszahlungen nach Sachsen-Anhalt (56,2 Millionen Euro) und Niedersachsen (54,3 Millionen Euro) - dort bekamen fast 3300 Betriebe Hilfen, die höchste Zahl im Vergleich der Länder. Finanzielle Auswirkungen der Dürre sind bei vielen Betrieben auch weiterhin zu spüren - in den Büchern schlugen sie sich im Ende Juni abgelaufenen Wirtschaftsjahr 2018/19 nieder. Dies war ein Faktor dafür, dass der Gewinn der Betriebe im Schnitt um 18 Prozent auf 54.900 Euro absackte, wie der Bauernverband im Dezember bilanzierte. Die Ernte 2019 fiel im Vergleich zu 2018 wieder etwas besser aus, vor allem im Osten gab es aber erneute Einbußen wegen Trockenheit.