Die Schülersprecher Maximilian Brockob und Alissa Ganso halten die Aktie und überreichen ein Dankeschön an Andrea Braunack (Mitte) von der Bürgerstiftung. Mit dabei sind Lehrerin Sonja Merkert und Schulleiter Mathias Granz.
 IGS Nienburg

Die Schülersprecher Maximilian Brockob und Alissa Ganso halten die Aktie und überreichen ein Dankeschön an Andrea Braunack (Mitte) von der Bürgerstiftung. Mit dabei sind Lehrerin Sonja Merkert und Schulleiter Mathias Granz. IGS Nienburg

Nienburg 26.09.2017 Von Die Harke

Knapp eine Million Schüler haben bei der Juniorwahl mitgemacht

Auch die IGS in Nienburg hat sich mit 250 Jugendlichen des achten und neunten Jahrgangs beteiligt

Knapp eine Million Schülerinnen und Schüler haben sich 2017 an der Juniorwahl zur Bundstagswahl beteiligt. Dazu heißt es in einer Pressemitteilung der [DATENBANK=565]IGS Nienburg[/DATENBANK]: „Politische Bildung ist ein wichtiger Schlüssel für nachwachsende Generationen mündiger Demokraten. Im Politik-Unterricht wird oft das Fundament für die Juniorwahl und für die nächsten Erstwähler gebildet.

Bundesweit haben diesmal 958462 Schülerinnen und Schüler an 3490 Schulen gewählt.

Am auffälligsten scheint, dass die AfD bei den jüngeren und zukünftigen Erstwählern zwar knapp in den Bundestag eingezogen wäre, aber in der Summe nur die Hälfte des bundesweiten Trends erhalten hat. Auch zeigt sich ein größerer Zuspruch bei den Sonstigen; hier gibt es Präferenzen bei der Tierschutzpartei. Weiterhin scheinen die Grünen die Themen der jüngeren Generation nachdrücklich aufzugreifen.

An der IGS haben sich 250 Jugendliche des achten und neunten Jahrgangs an der Juniorwahl beteiligt: Bei den Erst- und Zweitstimmen konnte die SPD und mit ihr Marja-Liisa Völlers deutlich den ersten Platz erringen; auf Platz zwei landeten Maik Beermann und die CDU. Die Grünen mit ihrer Kandidatin [DATENBANK=195]Katja Keul[/DATENBANK] belegten einen sicheren dritten Platz vor der AfD und den Linken.

An der IGS war das 59315 am Tag darauf ein echtes Thema. Auch außerhalb des Gesellschaftslehre-Unterrichts wurde das ,echte‘ Ergebnis mit wahrscheinlicher Jamaika-Koalition vielseitig diskutiert.

Wie wäre das Ergebnis wohl ausgefallen, gäbe es eine Senkung des Wahlalters auf 16 Jahre? Die aktuell Wahlberechtigten wurden ja bundesweit überdurchschnittlich von Älteren repräsentiert. Wer macht also Politik für die Jüngeren, um deren Zukunft es maßgeblich geht?

Der IGS wurde die Teilnahme an der Juniorwahl erst durch die Unterstützung der Nienburger Bürgerstiftung möglich gemacht. Da der Zuspruch der teilnehmenden Schulen an der Juniorwahl in diesem Jahr ausgesprochen groß war, musste sich die Schule einen Demokratie-Aktionär suchen, der mit 250 Euro die Finanzierung der Juniorwahl für die Schule übernimmt. Die Bürgerstiftung hatte sich dazu bereit erklärt.

Dieses Engagement hat sich auf jeden Fall gelohnt. Neben den Besuchen der Politiker Weil, Völlers und Beermann sowie der intensiven Analyse von Wahlplakaten und Wahlversprechen, hat sich bei vielen Schülern ein echtes politisches Interesse entwickelt. Der Wahlvorgang konnte am Tag der Juniorwahl mit echten Stimmzetteln in einem Wahllokal unter vergleichbaren Bedingungen erprobt werden.

[DATENBANK=4115]Andrea Braunack[/DATENBANK] von der [DATENBANK=10]Bürgerstiftung[/DATENBANK] konnte sich selbst vor Ort davon überzeugen. Dementsprechend groß waren die Erwartungen an die echte Wahl und an die Nachbetrachtungen der Junior- und der Bundestagswahl.

Wer behauptet, heutige Jugendliche seien politisch desinteressiert, der hat sich geirrt. Verschiedene wissenschaftliche Studien belegen die Wirksamkeit der Juniorwahl: Von der Steigerung der Wahlbeteiligung von Jugendlichen und deren Eltern bis hin zur Senkung des Nichtwähleranteils. Die Juniorwahl macht Lust auf demokratische Mitbestimmung und beugt auf jeden Fall einer Wahlmüdigkeit vor.

Nach der Wahl ist vor der Wahl – gern hätten einige Schüler auch bei der anstehenden Landtagswahl am 15. Oktober in Niedersachsen Mitspracherecht, denn es geht ja entscheidend um ihre Zukunft. Passend zum Schulstart nach den Ferien werden wir uns erneut intensiv mit den Wahlergebnissen auseinandersetzen.“

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Erstellt:
26. September 2017, 21:00 Uhr
Lesedauer:
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