Das Fest der Demokratie auf dem Kirchplatz in Nienburg steht im Mittelpunkt der heutigen Folge von "Willkommen in Nienburg". CJD Nienburg

Das Fest der Demokratie auf dem Kirchplatz in Nienburg steht im Mittelpunkt der heutigen Folge von "Willkommen in Nienburg". CJD Nienburg

Nienburg 09.06.2019 Von Die Harke

„Komm, wir ziehen in den Frieden“

CJD-Projekt „Willkommen in Nienburg“ / Heute: Das Fest der Demokratie auf dem Kirchplatz in Nienburg

Sternmarsch der Schulen zum „Fest der Demokratie auf dem Kirchplatz in Nienburg“ am 21. Mai: 70 Jahre Grundgesetz und Demokratie. Im Rahmen des CJD-Projekts „Willkommen in Nienburg“ schildern Kimberly Echtmann und Torben Schmädeke ihre Eindrücke:

Das Weser-Aller-Bündnis (Wabe) hat in Kooperation mit dem Landkreis und der Stadt Nienburg, dem Kreisjugendring und dem CJD, vertreten mit der blauen Hand – sie steht für kein Fingerbreit der Fremdenfeindlichkeit, alle sind gleich in ihrer Einzigartigkeit – die Schulen aus Stadt und Landkreis zum Sternmarsch aufgerufen, um gemeinsam 70 Jahre Grundgesetz und Demokratie zu feiern. Um 10 Uhr, als sich die Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte und Organisatoren auf dem Kirchplatz versammelten, begrüßte Madlien Horlbeck vom Kreisjugendring die Anwesenden.

Die Schüler und Schülerinnen hatten sich bereits im Unterricht mit dem Themenbereich Grundgesetz und Demokratie auseinander gesetzt und sich auf den Tag vorbereitet. Sie haben Plakate und Banner erstellt und diese dann am Dienstag auf dem Kirchplatz präsentiert. Die Schülerschaft der IGS Nienburg performte den Song ,,Komm, wir ziehen in den Frieden“ von Udo Lindenberg. Die Message vom Lied kam gut bei den Menschen an. Für Unterhaltung trotz schlechten Wetters sorgte die Band Brennholzverleih aus Bremen. Sogar ein Poetry Slam zum Thema Demokratie wurde von Maja Karsten dargeboten, und bei dem Song Imagine von John Lennon bekamen die Zuhörenden nicht nur vom kühlen Wetter eine Gänsehaut.

Im Vestibül des Rathauses und in der Martinskirche fanden die Menschen vor zu heftigen Regenschauern immer mal wieder Zuflucht.

Am Stand des Wabe e.V. konnte man an einem Quiz zum Thema Demokratie mit seinem Wissen glänzen, wenn man Fragen beantworten konnte, wie: Welches ist die größte Demokratie der Welt? Wer prägte den Begriff Volkssouveränität? Und welches Land führte als erstes das universale Wahlrecht (auch für Frauen) ein?

Rudi Klemm vom Weser-Aller Bündnis äußerte sich hochzufrieden mit der Resonanz dieser Veranstaltung: Die Schülerinnen und Schüler haben ein sehr praktisches Verhältnis zu den demokratischen Grundwerten. Die Themen, die ihnen wichtig waren, haben sie häufig auf den kleinen Schildern und Plakaten dargestellt.

Madlien Horlbeck hatte zudem in einigen Schulen Workshops zum Thema „Grundgesetz und Bannermalen“ durchgeführt. Schülerinnen und Schüler aller beteiligten Schulformen – außer den Gymnasien – haben als Vertreterinnen und Vertreter ihrer Schulen einen Beitrag für das Bühnenprogramm geleistet. Die beiden Nienburger Gymnasien haben sich erfreulicherweise kurzfristig doch noch beteiligt. So betrug die gemeldete Teilnehmerzahl mehr als 1300 Schülerinnen und Schüler, so Rudi Klemm. Beteiligt waren die OBS Uchte, die OBS Hoya, die OBS Marklohe, die OBS Nienburg, die IGS Nienburg, die ASS Nienburg, das MDG Nienburg und die Jugendwerkstatt Nienburg.

Auf der „Waage der Ungerechtigkeit“ am Stand der evangelischen Jugend im Kirchenkreis Nienburg konnten die Jugendlichen schwere Missstände anprangern und Gewichte für Diskriminierung, Rassismus oder Mobbing auf der Waagschale platzieren. In der zweiten Waagschale konnten diese Missstände durch Holzbausteine aufgewogen werden, die mit dem Grundgesetz und zwischenmenschlichem Verhalten in Verbindung stehen. Allen war dadurch klar, dass es zum Aufheben von Missständen viel Engagement und Einsatz bedarf.

Es gab außerdem zwei Fühlkisten mit Gegenständen, die etwas mit dem Thema Demokratie und Grundgesetz zu tun hatten. „Dadurch sind wir in viele gute Gespräche gekommen“, berichtete Kirchenkreisjugendwartin Berit Busch.

Den Appell, sich am „Fridays for Future“ zu beteiligen, richtete Caterina Bittendorf an die Anwesenden, bevor Madlien Horlbeck sich bei allen Mitwirkenden bedankte.

Das Begegnungscafé St. Martin findet am kommenden Dienstag, 11. Juni, ab 16 Uhr im Gemeindehaus St.Martin am Kirchplatz statt. Alle sind herzlich dazu eingeladen.

Dieser Artikel ist Bestandteil des CJD-Projekts „Willkommen in Nienburg“, das vom Bundesamt für Migration (BAMF) gefördert und von der HARKE am Sonntag begleitet wird.

Der Brief in der Originalsprache. CJD Nienburg

Der Brief in der Originalsprache. CJD Nienburg

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Erstellt:
9. Juni 2019, 11:23 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 55sec

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