Auch das gehörte dazu: Trainieren vor der Kamera im in der Clausewitz-Kaserne eingerichteten Übungsstudio. Hörhold

Auch das gehörte dazu: Trainieren vor der Kamera im in der Clausewitz-Kaserne eingerichteten Übungsstudio. Hörhold

Nienburg 28.10.2017 Von Die Harke

Kommunikation ist alles

Soldaten wollten von Profis (besser) Sprechen lernen

In der vergangenen Woche sind ausgewählte Soldaten im Rahmen der Übung 60326 in verschiedenen Medien-Trainings ausgebildet worden. Sechs Journalisten waren aus Strausberg – von dem dortigen Zentrum für Informationsarbeit der Bundeswehr – angereist und trainierten die CIMIC-Soldaten. Aber auch Journalisten örtlicher Medien waren vor Ort – um zu berichten und um „mitzuspielen“. Jedes Medium wird dabei von ihnen abgedeckt: Fernsehen, Hörfunk, Print und Social Media. „Wir selbst sind jeden Tag in den Redaktionen, erarbeiten Beiträge und sind als Reporter nah am Geschehen vor Ort“, sagt Trainer Axel Lier. „Wir stellen während der Übung in unseren Interviews genau die Fragen, die wir im echten Leben auch stellen würden.“ Einziger Unterschied: Die Soldaten bekommen im Anschluss ein ausführliches Feedback und Tipps. „Es geht nicht darum, Soldaten in kurzer Zeit zu Medienprofis zu machen, sondern darum, Ihnen Sicherheit vor Kameras, Mikrophonen und IPhones zu geben“, so Axel Lier.

Die Journalisten arbeiten regelmäßig für das Zentrum für Informationsarbeit der Bundeswehr in Strausberg (Brandenburg). Sie wissen daher, worauf es beim Umgang von Streitkräften mit Journalisten ankommt. „Soldaten sollten Reporter auch immer als Chance sehen, ihre Botschaften an ein großes Publikum zu senden. Wir geben ihnen dafür das richtige Werkzeug an die Hand“, so Lier weiter.

In der Kaserne haben drei Reporter ein kleines Studio aufgebaut, in dem Kameratraining – ähnlich in einem Fernsehstudio – trainiert wird. Die übrigen drei Reporter sind täglich Übungsgebiet außerhalb der [DATENBANK=1292]Clausewitz-Kaserne[/DATENBANK] unterwegs und befragen Soldaten in den CIMIC-Centern Dörverden und Nienburg. Sie berichten als „Auge und Ohr“ der fiktiven und in die Übungslage eingebauten News-Redaktion „Framland“ über die NATO-Mission, über Proteste und Bürger, die mit den Soldaten in Kontakt kommen.

Die Ausbildung dient dazu, zweckmäßig in den Auslandseinsätzen mit den Reportern reden zu können. Da das Zentrum Zivil-Militärische Zusammenarbeit der Bundeswehr jedoch bei der Übung „Joint Cooperation“ auch lokale Medienvertreter in verschiedenen Übungsszenarien integriert hat, kam der ein oder andere Soldat bereits in die Situation, dass Erlernte direkt in der Praxis anzuwenden.

Reporter Axel Lier (links) erklärt einen Übungsteilnehmer die kurz vorher aufgenommen Videoausschnitte. Hörhold

Reporter Axel Lier (links) erklärt einen Übungsteilnehmer die kurz vorher aufgenommen Videoausschnitte. Hörhold

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Erstellt:
28. Oktober 2017, 21:00 Uhr
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