So sah es im vergangenen Jahr aus, wo heut das "Klassenzimmer" steht: eine Kompoststelle. Foto: Achtermann Achtermann

So sah es im vergangenen Jahr aus, wo heut das "Klassenzimmer" steht: eine Kompoststelle. Foto: Achtermann Achtermann

01.07.2015

Kompoststelle wird zu „Grünem Klassenzimmer“

Sponsorenlauf im Kurs „Gesundheit und Soziales“ ermöglicht das Projekt in Hoya

Hoya. In ihrem Kursus „Gesundheit und Soziales“ hatten Schülerinnen und Schüler des neunten Jahrganges der Realschule Hoya im vergangenen Jahr die Idee, ein „Grünes Klassenzimmer“ auf dem Schulgelände einzurichten. Konrektorin Natascha Rogge erkannte, um diese Idee zu verwirklichen, brauche man Geld. So wurde im Juli 2014 ein Sponsorenlauf der Realschüler veranstaltet. Ideen und Entwürfe zum „Grünen Klassenzimmer“ wurden dann dem Schulleiter und dem Schulträger (Landkreis) vorgetragen und für gut befunden. Die Laufstrecke wurde in Absprache mit Haumeister Randolf Schröter festgelegt. So kam es dazu, dass 252 Schüler insgesamt 7285 Euro erzielten, der Förderverein gab 500 Euro dazu.

Am vergangenen Wochenende nun stellten Schulleiter Dr. Holger Tietjen und Konrektorin Natascha Rogge vom Realschulzweig der Oberschule mit Schülerinnen und Schülern sowie Dirk Krebs, der mit praktischer Hilfe das Projekt unterstützte, das „Grüne Klassenzimmer“ vor. Nicht wiederzuerkennen, wie aus einer Kompoststelle, einer ehemaligen Brache, ein vom Grün der Natur umgebenes fiktives Klassenzimmer entstanden ist.

„Wir haben uns auch über die Inklusion Gedanken gemacht, sodass ein Weg geschaffen wird, der mit einem Rollstuhl befahren werden kann“, sagte Natascha Rogge. Dirk Krebs hat die Anlage mit Grünholz, halbwilde Gehölze die sich anpassen, aber auch etwas zum Naschen, wie die „Johannesbeere“, bepflanzt. „Die Schüler haben sich ganz toll bei der Herstellung dieses Projektes eingebracht, eine sehr willige Gruppe. Sie haben die Kiesschicht mit Schaufel und Schubkarre transportiert und zur Befestigung der Sitzflächen schwere Betonsteine bewegt“, lobten Natascha Rogge und Schulleiter Dr. Holger Tietjen. Jeder Kurs werde sicher andere und unterschiedliche Vorstellungen einbringen. Die Schüler seien sich dahingehend einig, dass im Grünen nicht nur Biologie unterrichtet wird, sondern auch Lesen und Gruppenarbeiten möglich seien. „Das ‚Grüne Klassenzimmer‘ ist für alle Fächer geeignet“, sagte Konrektorin Rogge.

Natascha Rogge, Dirk Krebs, Dr. Holger Tietjen (von links) und die Schülerinnen und Schüler, die das Projekt erdacht und umgesetzt haben. Foto: Achtermann Achtermann

Natascha Rogge, Dirk Krebs, Dr. Holger Tietjen (von links) und die Schülerinnen und Schüler, die das Projekt erdacht und umgesetzt haben. Foto: Achtermann Achtermann

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Erstellt:
1. Juli 2015, 00:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 55sec

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