Stefan Reckleben

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16.10.2012 Von Stefan Reckleben

Kompromiss in IGS-Standort?

Zu Ende planen

Der Kreisausschuss hat sich gestern mit seiner eiligen Mehrheit aus SPD, Grünen, WG und Landrat mit 6?:?4 Stimmen gegen die CDU für einen IGS-Start in der Nienburger Fröbelschule und einen zu projektierenden Neubau an den Berufsbildenden Schulen ausgesprochen. Die Empfehlung liegt Freitag dem Kreistag vor. Der tritt um 15 Uhr im Kreishaus zur öffentlichen Sitzung zusammen.

Dort geht es nicht um die Einführung dieser Schulform. Die ist längst beschlossen. Es geht um den Standort oder um die Frage, wo Investitionen von geschätzten 19 Millionen Euro am Besten angelegt sind: In einem Neubau oder in einem Um- und Erweiterungsbau am Nordertorstriftweg.

Beide Varianten dürften sich bei den ohnehin hohen Kosten kaum etwas nehmen– als zu marode gelten die Gebäude am Nordertorstriftweg. Die Investitionssumme inklusive Nebenkosten hält der Kreis trotz seiner 65 Millionen Euro Schulden für wirtschaftlich darstellbar.

Mit dem Ja der Stadt, die Kreiswünsche am Nordertorstriftweg nun doch zu berücksichtigen, reduziert sich die Sache auf die Frage, ob die IGS am Ende ihres Aufbaus bis zur Oberstufe ein Optimum an pädagogischem Konzept und Leistung anbieten soll oder weniger. Wenn schon so viel Geld in die Hand genommen wird, dann kann doch nur das Maßgabe sein, was jungen Menschen auf ihrem Weg in die Zukunft am Besten dient. Da ist Eile ein schlechter Ratgeber.

In der Sache liegt ein Kompromiss, der allen Seiten das Gesicht wahrt: Die Standortfrage wird vertagt. Die IGS beginnt in der Fröbelschule. Alle Beteiligten erarbeiten ein IGS-Profil samt Oberstufe. Denn erst daran orientieren sich Investitions- und Bauvolumen, erst danach der Standort und nicht umgekehrt. Stefan Reckleben

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Erstellt:
16. Oktober 2012, 00:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 51sec

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