Die Referentin Heike Mänz mit den Kreistagsabgeordneten Gerlinde Harms-Hentschel, Rita Schnitzler, Heidrun Kuhlmann, Uta Sievers, Anja Altmann, Heide Wirtz-Naujoks, Viktoria Kretschmer und Barbara Weißenborn (von links). Bauer

Die Referentin Heike Mänz mit den Kreistagsabgeordneten Gerlinde Harms-Hentschel, Rita Schnitzler, Heidrun Kuhlmann, Uta Sievers, Anja Altmann, Heide Wirtz-Naujoks, Viktoria Kretschmer und Barbara Weißenborn (von links). Bauer

Landkreis 04.03.2018 Von Die Harke

Konflikte lösen lernen

Kreistagsfrauen setzen sich mit Kommunikation auseinander

Die weiblichen Kreistagsabgeordneten haben sich unter der Leitung der Gleichstellungsbeauftragten [DATENBANK=536]Petra Bauer[/DATENBANK] zu einem interfraktionellen Fortbildungsworkshop getroffen. Gemeinsam hatten sie das Thema „Konflikte lösen – bewusst kommunizieren in kritischen Situationen“ auf die Tagesordnung gesetzt. Die Referentin, Heike Mänz aus Hannover, führte die Teilnehmerinnen in das Thema ein. Sie forderte die Frauen auf, jeweils eine persönlich erfahrene, kritische Kommunikationssituation zu benennen. „In kleinen Gruppen erarbeiteten die Kreistagsfrauen mögliche Vorgehensweisen in solchen Gesprächssituationen. Im Plenum wurden die positiven Lösungsansätze gesammelt und mit Theorie hinterlegt“, heißt es in einer Pressemitteilung der Gleichstellungsbeauftragten Bauer. Dabei hätte Mänz deutlich gemacht: Argumente seien nicht alles. „Rhetorik, Konzentration auf die Sache, Zuhören und Beobachten und schließlich gutes Timing gehören ebenso dazu und können aus schwierigen Gesprächssituationen herausführen.“

Unter anderem stellte die Referentin den sogenannten „Dunning-Kruger-Effekt“ vor, bei dem „Nicht-Wissen“ und Selbstüberschätzung eine Rolle spielen und häufig dazu führen, dass Personen auf einem festen Standpunkt beharren.

„Die weiblichen Kreistagsabgeordneten eigneten sich sowohl in Kleingruppen als auch im Plenum verschiedene Techniken an, die sie anhand von Beispielen bezogen auf kritische Gesprächssituationen zur Umsetzung brachten“, schreibt Bauer. Das „Lernen im Vollzug“ war somit ebenfalls eine sinnvolle Methode, um die Theorie in die Praxis umzusetzen.

Nach einer gemeinsamen Mittagspause ging es am Nachmittag um Methoden wie das „Konkretisierende Nachfragen“, das sogenannte „Genauern“, um verschiedene Brückentechniken während einer Diskussion oder auch eines Disputs und schließlich um sogenannte Bonmots und Zitate, die eine scheinbar aussichtslos scheinende Debatte schließlich doch in eine zielführende Richtung wenden können.

Bauer bedankte sich sowohl bei der Referentin für die fachliche Ausgestaltung als auch bei den weiblichen Kreistagsabgeordneten für deren Interesse und Bereitschaft, einen Tag für eine Fortbildung zu nutzen.

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Erstellt:
4. März 2018, 21:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 53sec

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