Bis zu fünf Patienten mit Verdacht auf Covid-19 können in Nienburg in den Containern seit Montag gleichzeitig untersucht werden. Foto: Helios

Bis zu fünf Patienten mit Verdacht auf Covid-19 können in Nienburg in den Containern seit Montag gleichzeitig untersucht werden. Foto: Helios

Nienburg 30.03.2020 Von Die Harke

Krankenhaus erhöht Sicherheit

Container vor Notaufnahme zur Isolation bei Voruntersuchung / Beim Eintreffen: immer klingeln

Um Patienten mit Verdacht auf Covid-19 besser lenken zu können, befinden sich vor der Notaufnahme Krankenhauses in Nienburg seit Montag vier Container.

Das hat die Helios-Klinik mitgeteilt und erklärt zur Maßnahme: „Diese dienen zur zusätzlichen Isolation im Rahmen der Voruntersuchung. Damit sollen schon jetzt Strukturen geschaffen werden, falls die Corona-Krise zunimmt.“

Hinweisschild Container. Foto: Helios

Hinweisschild Container. Foto: Helios

Patienten, die mit Symptomen in die Notaufnahme kämen, die denen einer Covid-19-Infektion ähneln, dürften nicht mit anderen Menschen im Wartezimmer sitzen, sondern müssten isoliert untersucht werden. „Hierzu haben die Helios-Kliniken Mittelweser seit heute vier Container draußen vor der Notaufnahme der Nienburger Klinik aufgestellt“, informiert Sprecherin Silke Schomburg.

„Mit dieser Maßnahme haben wir schon bei der Erstuntersuchung die Möglichkeit, fünf Patienten gleichzeitig zu isolieren“, erläutert Klinikgeschäftsführer Thomas Clausing. Noch im Container werde entschieden, ob der Patient im weiteren Verlauf der Behandlung als „normaler“ Patient weiterbehandelt wird oder ob er tatsächlich ein Verdachtsfall ist und entsprechend isoliert werden muss.

Um die Sicherheit für andere Patienten und Beschäftigte weiter zu erhöhen, muss beim Eintreffen, egal ob fußläufig oder durch den Rettungsdienst, direkt an der Notaufnahme geklingelt werden. Dies gelte für alle Patienten, nicht nur für jene mit Verdacht auf Covid-19.

„Der Patient wird dann individuell nach seinen Symptomen befragt. Daraufhin entscheidet das Personal, ob er in die Notaufnahme geht oder in einem der Container wartet“, heißt es in der Pressemitteilung.

Erster Ansprechpartner bleiben Hausärzte

Wichtig sei, dass erster Ansprechpartner für die Patienten weiterhin noch immer der Hausarzt wäre. „Die Notaufnahme ist für Notfallpatienten gedacht, im Bereich Coronavirus wären die Symptome schwere Atemnot oder massive HerzKreislauf-Probleme“, erläutert Sandra Diedrichs, Chefärztin der Notaufnahme.

„Bei aller Angst rund um das Coronavirus sollte nicht vergessen werden, dass es auch immer noch schwere Verkehrsunfälle oder andere akute lebensbedrohliche Erkrankungen gibt, die genauso schnell und zügig behandelt werden müssen wie früher.“

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Erstellt:
30. März 2020, 18:34 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 57sec

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