Ab sofort dürfen Hühner wieder im Freien gehalten werden. Foto: stock.adobe.com

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Minden-Lübbecke 17.05.2021 Von Die Harke

Kreis Minden-Lübbecke nimmt Anordnung zurück: Stallpflicht für Geflügel aufgehoben

Seuchenlage hat sich entspannt

Der Kreis Minden-Lübbecke hat die Stallpflicht für Geflügel wieder aufgehoben. Diese war im Zuge der Geflügelpest Anfang März verhängt worden. Auch angesichts der Entspannung der Lage sollten Geflügelhalter auf eine mögliche Verschärfung der Maßnahmen vorbereitet sein und Schutzregeln beachten.

Ab sofort dürfen alle Hühner, Truthühner, Perlhühner, Rebhühner, Fasane, Laufvögel, Wachteln, Enten und Gänse wieder im Freien gehalten werden. Die Seuchenlage in Ostwestfalen hat sich nach Angaben der Kreisverwaltung Minden-Lübbecke entspannt. Das beim letzten Ausbruch Mitte April in Paderborn eingerichtete Beobachtungsgebiet ist zum Wochenende aufgehoben worden.

In Abstimmung mit dem Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen (LANUV NRW) sei nach den Vorgaben der Geflügelpest-Verordnung vom Veterinäramt des Kreises eine aktualisierte Risikobewertung für den Mühlenkreis getroffen und die Aufhebung der Stallpflicht als vertretbar gehalten worden.


Weiterhin Schutzregeln beachten

Damit darf nach mehr als zehn Wochen das Geflügel wieder nach draußen. Allerdings seien die allgemeinen Schutzmaßregeln nach der Geflügelpest-Verordnung weiterhin strikt zu beachten. Hierauf weist der amtliche Tierarzt Dr. Detlef Grote alle Geflügelhalter ausdrücklich hin. „Mit dem Ausbruch der Geflügelpest im März in einer Putenhaltung in Preußisch Oldendorf und den Auswirkungen aus einem Fall in Lemförde waren fast alle Geflügelhalter im gesamten Altkreis Lübbecke über einen Zeitraum von 30 Tagen stark von durchzuführenden Bekämpfungsmaßnahmen eingeschränkt“, sagt Dr. Detlef Grote.

Bei Auffälligkeiten den Tierarzt benachrichtigen

Auch der Nachweis der hochansteckenden Aviären Influenza (HPAI) bei neun Wildvögeln, die im März und April verteilt über das Kreisgebiet tot aufgefunden wurden, habe aufgezeigt, dass das Virus hier aktiv gewesen sei. Wie bisher sollte das Geflügel weiterhin aufmerksam beobachtet und bei Zukäufen auf eine sichere Herkunft geachtet werden, so der Amtsveterinär.

Bei Auffälligkeiten wie zum Beispiel Verlusten, Apathie, Leistungseinbußen, die auf eine Erkrankung hinweisen können, ist sofort die betreuende Tierarztpraxis einzuschalten; liegen Verdachtsmomente für einen Seuchenfall vor, ist vom Tierhalter unverzüglich das Veterinäramt zu benachrichtigen.

Zudem sollten alle Geflügelhalter darauf vorbereitet sein, ihr Federvieh jederzeit wieder aufstallen zu können, so die Kreisverwaltung. Dazu sollte ein fester Stall oder alternativ eine Schutzvorrichtung, die nach oben mit einer dichten und seitlich überstehenden Abdeckung (zum Beispiel mit einer Plane) versehen ist, vorhanden und nutzbar sein.

Weitere Informationen für Geflügelhalter sind unter „Service, Tiere und Lebensmittel, Aktuelles zur Geflügelpest“ auf der Homepage des Kreises unter www.minden-luebbecke.de/Service/Tiere-und-Lebensmittel zu finden.

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Erstellt:
17. Mai 2021, 14:22 Uhr
Lesedauer:
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