Das Kreis-Nienburger DRK ist gestern ins Katastrophengebiet aufgebrochen. Foto: DRK Landesbergen

Das Kreis-Nienburger DRK ist gestern ins Katastrophengebiet aufgebrochen. Foto: DRK Landesbergen

Landkreis 09.08.2021 Von Die Harke

Kreis-Nienburger DRK erneut in Flutkatastrophengebiet ausgerückt

Als mobile Rettungswache im Einsatz

Seit mehreren Wochen beschäftigt das Jahrhunderthochwasser Betroffene und nicht zuletzt alle Hilfskräfte von Feuerwehren, THW und Hilfsorganisationen wie dem Rotem Kreuz. Aus diesem Grund hat der Landesverband des DRK schon kurz nach dem Ereignis im Auftrag des Landes Niedersachsen vor Ort einen Betreuungsplatz für 500 Menschen mit Zelten und der nötigen Infrastruktur am Nürburgring und diverse Sanitätsstationen im betroffenen Gebiet errichtet und betrieben.

Nun ist der Kreisverband des DRK Nienburg erneut, neben zehn weiteren niedersächsischen DRK-Kreisverbänden, gefragt, jeweils eine Teileinheit der vorgehaltenen Einsatzzüge zu entsenden. So haben sich am Montag Landesberger, Lavelslooher und Rehburger Rotkreuzler neben über 70 Einsatzkräften aus den anderen DRK-Kreisverbänden auf den Weg gemacht.

Die Einsatzkräfte werden regelmäßig getauscht, um die Belastungen im Rahmen zu halten. „Nicht zuletzt an dieser Verfahrensweise bemerkt man einmal mehr die Professionalität des DRK-Einsatzstabes auch im Umgang mit den Ressourcen“, so Christian Müller, Zugführer des hiesigen DRK-Einsatzzuges.

„Bereits vom 22. bis 27. Juli waren sieben Nienburger Kriseninterventionskräfte vom Roten Kreuz in das Schadensgebiet entsendet worden. Die Kräfte für die psychosoziale Notfallversorgung (PSNV) führten mit den Menschen Gespräche, hörten zu und gaben Halt. Erst hierdurch wurde den Helferinnen und Helfern das Ausmaß der Katastrophe und der damit verbundenen Schicksale bewusst. Aber es galt nicht zuletzt auch für die vielen ehrenamtlichen Einsatzkräfte da zu sein und ihnen Möglichkeit zur Aussprache des Erlebten zu geben. Letztendlich hat auch dieser Einsatz wieder gezeigt, wie wichtig die psychosoziale Notfallversorgung in akuten Krisen ist, um Betroffene und Einsatzkräfte aufzufangen und fachgerecht zu betreuen“, heißt es vom DRK.

Die Notfall- und Rettungssanitäter fahren mit Rettungs- und Krankentransportwagen sowie Mannschaftstransporter zum dortigen Bereitstellungraum. „Voraussichtlich werden wir als mobile Rettungswache und als Besatzung für die vom DRK bereits eingerichteten Sanitätsstationen eingesetzt. Aber auch betreuungsdienstliche Aufgaben im Bereich des Betreuungsplatzes werden wir zu bewältigen haben“, gibt der Zugführer einen Ausblick.

„Ich bin jetzt schon hochzufrieden, wie geübt und gut vorbereitet unsere Einsatzkräfte mit der Alarmierung umgegangen sind und mit welcher Disziplin alles erfolgt ist“, so Müller: „Jetzt zeigt sich einmal mehr die Qualität der Ausbildung und die Sinnhaftigkeit guter Ausrüstung.“ Am späten Donnerstagabend wollen die Helfer zurückkehren.

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Erstellt:
9. August 2021, 17:09 Uhr
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