Gemeinsame Sache in Holland im Nationalteam:
Andreas von der Haar, Henning von der Haar, Nadine von der Haar (mitgereist als Offizielle, zuständig für Regie und Turnierablauf), Marc von der Haar und Patrick Gieger (von
links) brachten starke Ergebnisse mit nach Nienburg. von der Haar

Gemeinsame Sache in Holland im Nationalteam: Andreas von der Haar, Henning von der Haar, Nadine von der Haar (mitgereist als Offizielle, zuständig für Regie und Turnierablauf), Marc von der Haar und Patrick Gieger (von links) brachten starke Ergebnisse mit nach Nienburg. von der Haar

Teakwon-Do 20.10.2018 Von Die Harke

Kreis-Nienburger im Nationalkader

Taekwon-Do: Kämpfer aus Nienburg und Uchte überzeugen bei „World Open“ / „Beförderung“ für von der Haar

Dalfsen. Die World Open Championship im niederländischen Dalfsen stellte sich für die Kreis-Nienburger Kampfsportler als echte Herausforderung dar. Als IBF-Präsident Friedebert-Georg Niering nach dem Einmarsch der Nationen die zweitägige Veranstaltung eröffnete, war das besondere Flair der Zeremonie allgegenwärtig. „Eine sehr emotionale und würdevolle Eröffnung. Die Halle leuchtete in den Farben des Ausrichters und wir Sportler wurden unter epischer Musik und großem Applaus in der Halle empfangen“, erinnert sich Henning von der Haar vom MTV Nienburg. Am ersten Tag gingen die erfahrenen Kampfsportler (mindestens 16 Jahre und blauer Gürtel) in den Disziplinen Synchron- und Einzelformen sowie dem Teamkampf an den Start. Der MTV stellte mit Patrick Gieger, Marc und Henning von der Haar das erste Mal seit neun Jahren wieder ein Synchronteam, das den achtbaren fünften Platz errang. Henning von der Haar, der sich nach einer Kreuzband-OP im Mai langsam wieder ins Turniergeschehen einmischen will: „Wir waren in der Synchronität schon sehr gut, aber hier und da gibt es noch etwas nachzubessern. Aber wir sind hungrig und wollen uns bei der deutschen Einzelmeisterschaft der IBF im November in Neustadt erneut beweisen.“

Im Einzelstart hatten Marc von der Haar und Patrick Gieger es mit hochdekorierten DAN-Trägern zu tun und konnten sich durch sehr gut ausgeführte Demonstrationen über die Plätze 14 und 18 freuen.

In den Teamkämpfen, in denen jede Nation einen Kämpfer pro Gewichtsklasse stellen durfte, qualifizierten sich Felix Herold vom SC Uchte (bis 65kg) und Andreas von der Haar (MTV Nienburg, über 90 kg) für den A-Kader der deutschen Nationalmannschaft. Marc von der Haar (MTV Nienburg, bis 65) durfte aufgrund guter Vorbereitung für den deutschen B-Kader kämpfen. Team „Deutschland 1“ startete mit einem klaren Auftaktsieg gegen Belgien und einer anschließenden Niederlage gegen die Ukraine.

Im weiteren Verlauf spielte der deutsche A-Kader seine Stärken aus. Das Team glänzte am Ende mit Platz drei. Herold unterstützte das Nationalteam tatkräftig und spielte klar seine Vorteile in der Nahdistanz mit klaren Fausttreffern aus. Von der Haar überzeugte durch seine souveräne Kampfintelligenz, beide sammelten ihre Punkte für Deutschland.

Marc von der Haar (bis 65 kg) musste sich mit „Deutschland 2“ im Kampf ums kleine Finale geschlagen geben, sie wurden Fünfte. Henning von der Haar erfuhr vom Bundestrainer-Team die Ehre, das Nationalteam der Damen zu coachen. Sie konnten sich bis ins Finale durchkämpfen und wurden Vize-Weltmeister der IBF.

Der zweite Tag stand im Zeichen der Einzelkämpfe, bei denen die Nienburger und der junge Uchter sich in ihren jeweiligen Gewichtsklassen beweisen mussten. Andreas von der Haar, Weltmeister von 2015, hatte es in der Gewichtsklasse über 90 kg wahrlich nicht einfach. Obwohl er seinen ersten Kampf im technischen K.o. gewann, musste er sich im nächsten Duell mit dem späteren Gold-Gewinner messen. Von der Haar unterlag dem Ukrainer nur knapp. Die nächsten zwei Kämpfe entschied der Wahl-Oldenburg in Diensten des MTV wieder für sich. Im Kampf um Bronze hatte von der Haar dann das Nachsehen und wurde Vierter.

Sein Neffe Marc bekam es in einer der teilnehmerstärksten Klassen in Runde eins direkt mit seinem Landsmann Felix Herold (SC Uchte) zu tun. In diesem Kampf fehlte Marc der nötige Schneid. Herold freute sich am Ende des Tages über einen guten fünften Platz, von der Haar verlor seinen zweiten Kampf gegen einen sehr erfahrenen Niederländer durch zwei gezielte Tritte ins Gesicht, die zum technischen K.o. führten.

Patrick Gieger überzeugte in der Klasse 80 bis 90 kg vor allem in seinem ersten Kampf. Hier bewahrte er trotz technischer Überlegenheit seines Kontrahenten einen kühlen Kopf und setzte durch seine Konterstärke Punkt um Punkt. So entschied Gieger seinen ersten WM-Kampf für sich. Im zweiten Fight in der „Siegerrunde“ musste er sich hingegen geschlagen geben. Im Kampf um den Einzug ins Finale behielt Patricks Gegner die Oberhand, sodass Gieger knapp unterlag.

Bevor Präsident Niering die Veranstaltung für beendet erklärte, wurde Andreas von der Haar, der sich über viele Jahre als umsichtiger Kampfrichter einbrachte, vom technischen Direktor der IBF-International zum „Kampfrichter Lizenz A“ ernannt.

Marc von der Haar (links) trifft
auf den Uchter Felix Herold. von der Haar

Marc von der Haar (links) trifft auf den Uchter Felix Herold. von der Haar

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Erstellt:
20. Oktober 2018, 21:00 Uhr
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