CDU-Fahnen vor der Parteizentrale in Berlin. Foto: Christophe Gateau/dpa

CDU-Fahnen vor der Parteizentrale in Berlin. Foto: Christophe Gateau/dpa

Berlin 26.10.2020 Von Deutsche Presse-Agentur

Merz sieht „beachtliche Teile“ der CDU gegen sich

Friedrich Merz, einer der Kandidaten für den CDU-Vorsitz, sieht weite Teile seiner eigenen Partei gegen sich.

Er merke seit einigen Wochen: Es gebe „beachtliche Teile des Partei-Establishments, die verhindern wollen, dass ich Parteivorsitzender werde“, sagte er am Montag im ARD-„Morgenmagazin“. Vor diesem Hintergrund ist laut Merz auch die aktuelle Debatte um die Verschiebung des CDU-Parteitags zu sehen.

Angesichts der dramatischen Corona-Infektionszahlen verschiebt die CDU-Spitze den für den 4. Dezember in Stuttgart geplanten Parteitag zur Wahl eines Vorsitzenden ins nächste Jahr. Der Parteitag solle im neuen Jahr idealerweise in Präsenz stattfinden, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Montag. Wenn dies nicht möglich sei, solle ein digitaler Parteitag abgehalten werden. Fehle dafür noch die Gesetzesgrundlage, solle per Briefwahl abgestimmt werden.

Merz hatte sich zuvor für einen Präsenz-Parteitag ausgesprochen. Am Montag sagte er, wenn ein Präsenz-Parteitag nicht möglich sei, könne er als digitaler Parteitag stattfinden. „Und er kann auch mit einer Wahl abgeschlossen werden“, sagte er. Sollte er auch digital nicht stattfinden, lasse sich das mit Corona nicht mehr begründen. „Dann gibt es offensichtlich Gründe, die mit Corona wenig oder gar nichts zu tun haben“, sagte er.

© dpa-infocom, dpa:201026-99-81511/9

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Erstellt:
26. Oktober 2020, 12:22 Uhr
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