Das angebliche Vermögen von Kremlchef Wladimir Putin ist veröffentlicht worden. Foto: Mikhail Klimentyev/Pool Sputnik Kremlin/AP/dpa

Das angebliche Vermögen von Kremlchef Wladimir Putin ist veröffentlicht worden. Foto: Mikhail Klimentyev/Pool Sputnik Kremlin/AP/dpa

Moskau 16.04.2022 Von Deutsche Presse-Agentur

Kreml: Putin verdiente vergangenes Jahr 114.000 Euro

Eine 77-Quadratmeter-Wohnung, drei Autos, ein Pkw-Anhänger: Der Kreml hat Besitztum und offizielle Einkünfte des russischen Präsidenten veröffentlicht. Kritiker vermuten, dass Putin noch viel reicher ist.

Russlands Präsident Wladimir Putin hat nach Angaben des Kremls im vergangenen Jahr 10,2 Millionen Rubel (rund 114.000 Euro) verdient. Das Präsidialamt veröffentlichte am Freitag die offiziellen Einkünfte des 69-Jährigen, der in Moskau bereits seit mehr als zwei Jahrzehnten an der Macht ist. Zudem wurden eine 77 Quadratmeter große Wohnung, drei Autos und ein Pkw-Anhänger als Besitz des Kremlchefs gelistet. Kritiker vermuten, dass Putin in Wahrheit um ein Vielfaches reicher ist. Immer wieder wird seinem Machtapparat Korruption vorgeworfen. Mitteilung des Kreml sorgt für SpottIm Internet sorgte die Mitteilung des Kremls für viel Spott. Manche Nutzer verwiesen auf Recherchen des inhaftierten Kremlgegners Alexej Nawalny, der immer wieder Korruptionsskandale aufgedeckt hat. Im vergangenen Jahr hatte Nawalnys Team in einem zwei Stunden langen Film Putin einen Riesen-Palast an der Schwarzmeerküste zugewiesen und verschleierte Besitzverhältnisse aufgezeigt. Der Kreml bezeichnete das damals als „Unsinn“ und „Lüge“. Den nun veröffentlichten Angaben zufolge war Putin vergangenes Jahr keineswegs der russische Politiker mit dem höchsten Einkommen. Die Einkünfte von Handelsminister Denis Manturow wurden mit 704,7 Millionen Rubel (7,9 Millionen Euro) angegeben. Im Kreml soll Putins Sonderbeauftragter Wladimir Medinski, der derzeit für die russische Seite die Friedensverhandlungen mit der Ukraine leitet, mit 106,7 Millionen Rubel (1,2 Millionen Euro) am meisten verdient haben.

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Erstellt:
16. April 2022, 08:13 Uhr
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