Bei der Demonstration am Samstag gelten Abstands- und Hygieneregeln. Foto: Fridays for Future

Bei der Demonstration am Samstag gelten Abstands- und Hygieneregeln. Foto: Fridays for Future

Nienburg 04.06.2020 Von Die Harke

Kundgebung gegen Naziaktivitäten

Bündnis von Initiativen ruft für Samstag zu einer Veranstaltung am Ernst-Thoms-Platz auf

In Nienburg gibt es am Samstag, 6. Juni, auf dem Ernst-Thoms-Platz eine Kundgebung. Sie steht nach Angaben der Nienburger Stadtverwaltung unter dem Motto „Wehret den Anfängen. Naziaktivität stoppen.“

Beginn ist um 15 Uhr. Den Aufruf zur Kundgebung haben unterzeichnet Antifakollektiv Hache-Weser, Antifaschistische Aktion Nienburg, Linksjugend Nienburg, Grüne Jugend Nienburg, Jusos Nienburg, Seebrücke Nienburg, Fridays for future Nienburg, Bund-Jugend Nienburg sowie der Runde Tisch gegen Rassismus und rechte Gewalt in Stadt und Landkreis Nienburg.

Nachdem es in den vergangenen beiden Jahren ziemlich ruhig um die Nienburger Neonazis geworden sei, hätten sich die Aktivitäten in den vergangenen Wochen gehäuft. So seien nach Angaben der Kundgebung-Aufrufer mehrfach im Innenstadtbereich Aufkleber der neonazistischen „Aktionsgruppe Nienburg“ verklebt.

Mit Aufklebern habe es 2014 auch begonnen, schreiben die Initiativen. Später seien Neonazis offen bei Demonstrationen aufgetreten. Die Scheibe eines Dönerladens sei eingeworfen und Hakenkreuz im Innenstadtbereich versprüht worden, heißt es in dem Aufruf weiter.

Als Jugendliche anfingen, sich dagegen zu organisieren, seien sie bedroht worden. Spätestens im November 2016 und im Januar 2017 sei die Existenz einer Neonazi-Szene in Nienburg auch für die Öffentlichkeit erkennbar gewesen, als 50 Neonazis durch Nienburg zogen.

Die Polizei hatte zuletzt auf Anfrage mitgeteilt, dass es in Nienburg keine aktive rechte Szene gebe. Die Polizei befindet sich derzeit in der Einsatzplanung für den Samstag. Nach Angaben von Polizeisprecher Daniel Jahn gehe die Polizei derzeit von keinem gesteigerten Konfliktpotenzial aus.

Die Stadtverwaltung gibt die Teilnehmerzahl der Kundgebung am Samstag mit 20 an. Zur Eindämmung des Coronavirus ist das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung verpflichtend, schreiben die Veranstalter.

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Erstellt:
4. Juni 2020, 17:42 Uhr
Lesedauer:
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