Die Künstler der Lebenshilfe aus Nienburg mit ihrer Skulptur „Grenzen im Kopf“. Lebenshilfe

Die Künstler der Lebenshilfe aus Nienburg mit ihrer Skulptur „Grenzen im Kopf“. Lebenshilfe

Nienburg 24.04.2018 Von Die Harke

Kunst mit Botschaft

Kreative Köpfe der Lebenshilfe haben die Plastik „Grenzen im Kopf“ in sechswöchiger Arbeit geschaffen

Die Gruppe „Handwerkliche Grundlagen, kreatives Gestalten“ aus der „Bildungs-Basis“ der Nienburger Lebenshilfe hat sich am Bundeswettbewerb „Ganz plastisch“ beteiligt. Die Gruppe hat für das Kunstprojekt die Plastik „Grenzen im Kopf“ geschaffen. „Vorn, dem Leben und der Zukunft zugewandt, ist die Figur lichtgolden“, teilt die Lebenshilfe mit: „Auf den filigranen Verästelungen, die dem stabilen Rumpf entspringen, tummeln sich fröhlich winzige Gestalten. Quer über den Scheitel des Mischwesens verläuft unvermittelt eine durch einen Zaun überdeutlich markierte Grenze zur hinteren, nachtschwarzen Seite.

Auch dort gibt es kleine Figürchen, doch denen geht es augenscheinlich lange nicht so gut wie ihren Gegenübern vorn. Während die meisten auf der dunklen Seite sich fast zwangsläufig immer mehr von der hellen Seite zu entfernen scheinen, hat eines begonnen, mutig den hohen Zaun zu überklettern.“

Die Lebenshilfe-Bundesvereinigung hatte zu dem Wettbewerb aufgerufen: „Ziel ist es, das Spannungsfeld zwischen Teilhabe und Ausgrenzung in einer Skulptur einzufangen“, teilt die Lebenshilfe mit. „Grenzen im Kopf“ drücke bildhaft aus, was die Kreativ-Gruppe der Lebenshilfe Nienburg so formuliert: „Menschen sollten mehr zusammenhalten. Sie sollten keine Angst voreinander haben, auch wenn manche eine Behinderung haben und andere nicht. Wir sollten einander helfen. Die Grenze in der Mitte des Kopfes steht für die Vorurteile, die eben nur schwer zu überwinden sind“, sagt die Gruppe.

Ob das Werk der Nienburger Lebenshilfe bei der Siegerehrung im September zu den Lieblingen der Berliner Jury zählen wird, bleibt abzuwarten. Gelohnt habe sich die sechswöchige Arbeit auf jeden Fall, sind sich die Künstlerinnen und Künstler einig. Ihr Werk soll bei der Lebenshilfe einen Ehrenplatz bekommen.

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Erstellt:
24. April 2018, 21:00 Uhr
Lesedauer:
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