Kunsthandwerk aus Simbabwe gibt es in Loccums Klosterstube.

Kunsthandwerk aus Simbabwe gibt es in Loccums Klosterstube.

07.09.2014

Kunsthandwerk aus Simbabwe

Klosterstube Loccum stärkt Kunsthandwerker-Genossenschaft in der Dritten Welt

Loccum. Mit einem Pkw voll afrikanischen Kunsthandwerks aus dem Osten Simbabwes steuerten die Eheleute Dietmar und Theresa Kühl jetzt zum zweiten Mal die Klosterstube Loccum an. Das erste Mal waren sie im Sommer 2013 hier. Damals hatten sie die Verbindung zu der von ihnen gegründeten Kunsthandwerker-Genossenschaft „Matarenda Handicrafts Cooperative Zimbabwe“ hergestellt. Die Eheleute Kühl konnten jetzt von erfreulichen Fortschritten bei der Selbstorganisation einheimischer Kunsthandwerker berichten. Mit vier Arbeitsgruppen hatten sie 2010 begonnen. Inzwischen sind es fünfzehn. Diese sind altersgemischt zusammengesetzt, so dass die Älteren ihre Erfahrungen und Kenntnisse in heimischen Traditionen an Jüngere weitergeben können. Dass die Näherinnen, Schnitzer, Korbflechter und Steinbildhauer qualitativ hochwertige Arbeit leisten, bestätigte sich vor dem kritischen Augen der Einkäuferinnen.

Ein geregelter Absatz ist für die simbabwischen Volkskünstler enorm wichtig, denn ihr heimischer Markt an den Straßen der Touristen ist aus politischen Gründen mit dem Tourismus weggebrochen. Deshalb haben es sich die Eheleute Kühl zur Aufgabe gemacht, auch in Deutschland einen Markt durch Kontakte zu Eine-Welt-Läden zu öffnen, die Steuer- und Zollformalitäten daheim zu erledigen, für den Versand zu sorgen, Rückmeldungen und Anregungen für die Weiterarbeit zu geben usw.

„Erst ein kontinuierlicher Absatz garantiert den Kunsthandwerkern der Kooperative ein regelmäßiges Einkommen und damit erträgliche Lebensbedingungen“, so Michael Flämig vom Klosterstuben-Team. Viele seien alleinerziehende Mütter, Witwen und Witwer oder als „arbeitsunfähig“ Eingestufte. „Sie sind nicht auf Spenden aus, die sie abhängig machen könnten, sondern auf Zusammenarbeit, Promotion und einen beständigen Absatz in Europa. Dieser Ansatz entspricht auf der anderen Seite dem Prinzip der Klosterstube: Genossenschaften in der Dritten Welt durch Handelsbeziehungen voranzubringen, ihnen hier einen Markt zu öffnen“, so Flämig weiter.

Geöffnet ist die Klosterstube mittwochs und sonnabends von 14.30 bis 17.30 Uhr und sonntags von 11 Uhr durchgehend bis 17.30 Uhr.

Zum Artikel

Erstellt:
7. September 2014, 00:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 57sec

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen


Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.