Raubank, um 1730, Holz, Museum Nienburg. Museum Nienburg

Raubank, um 1730, Holz, Museum Nienburg. Museum Nienburg

Nienburg 31.10.2018 Von Die Harke

Kunstvoll gefertigte Raubank

Objekt des Monats im Museum Nienburg ist ein Hobel

Das bekannte Sprichwort „Wo gehobelt wird, da fallen Späne“ steht in direktem Bezug zum Objekt des Monats November im Museum Nienburg. Diese kunstvoll gefertigte Raubank aus dem 18. Jahrhundert gehört zu den Relikten der vorindustriellen Zeit und hat dementsprechend schon einiges mitgemacht – dadurch erklärt sich das Fehlen des Holzkeils und des Originalmessers. An der Seite dieser Raubank, welche für die Verarbeitung von Brettern unablässig war, sind das Datum 1730 und die Initialen H.W.V.D. eingeritzt. Die verzierten Handführungen des etwa 40 Zentimeter langen Hobels weisen außerdem darauf hin, dass er nicht irgendjemandes Gerät war, sondern einem professionellen Handwerker gehörte. Werkzeuge besaßen nämlich neben einem funktionalen auch einen repräsentativen Zweck.

Im Handwerk gab es in den verschiedenen Zünften üblicherweise wenige Werkzeugtypen in mehreren Varianten. So gehörte die Raubank zu einer ganzen Palette von Hobeln, mit denen insbesondere der Schreiner arbeitete.

Das Objekt des Monats November ist während der Öffnungszeiten im Fresenhof zu sehen.

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Erstellt:
31. Oktober 2018, 21:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 30sec

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