24.01.2018 Von Alan Smithee

Kurkuma – Entpuppt sich das altbewährte Gewürz als wahre Wunderknolle?

Superfoods sind voll im Trend, alle paar Monate gibt es ein neues Lebensmittel, das wundersame Kräfte besitzen und unverzichtbar sein soll für eine gesunde Ernährung. Während Chia-Samen, Quinoa-Reis und Goji-Beeren ganz innovativ für unsere hiesige Ernährung waren, kommt mit Kurkuma ein Superfood auf unseren Speiseplan, das altbekannt ist. In den letzten Monaten ist das angebliche Wundermittel angesagt wie nie zuvor. Was ist dran an den Verheißungen rund um die gelbe Wurzel des Ingwergewächses?

Von der traditionellen Medizin in die aktuelle Forschung

Weit hergeholt können die Wirkungsversprechen wohl nicht sein, immerhin gilt Kurkuma schon seit Jahrhunderten als Heilmittel in der traditionellen indischen und chinesischen Medizin. Es wird gegen Zivilisationskrankheiten eingesetzt und ihm werden entzündungshemmende Wirkungen nachgesagt. Auch in der westlichen Medizin rückt Kurkuma mehr ins Interesse der Mediziner, sodass die Wirkung des Kurkumaextraktes Curcumin immer öfter Bestandteil von medizinischen Studien ist.

Sowohl in Tierversuchen als auch in humanpharmakologischen Untersuchungen konnten erste Hinweise gesammelt werden, dass die antibakteriellen Wirkungen besonders bei entzündlichen Krankheiten im Darm oder den Gelenken sowie Psoriasis förderlich für eine Genesung oder Linderung sein könnten. Für fundierte Erkenntnisse in Bezug auf Wirkungszusammenhänge von Curcumin bei bestimmten Erkrankungen beim Menschen ist jedoch noch mehr wissenschaftliche Forschung nötig.

Im Institut für Neurowissenschaften und Medizin an Tieren in Jülich konnten Wissenschaftler in Versuchen an alzheimerkranken Ratten eine regenerierende Wirkung auf die beschädigten Gehirnteile feststellen, als sie diese mit dem Pflanzenstoff Turmeron behandelten, der aus der Wurzel gewonnen wird. Inwieweit solche Ergebnisse auf den Menschen übertragen werden können, bleibt noch offen.

Kurkuma im Alltag – Wie viel ist gesund und in welcher Form kann man es zu sich nehmen?

Kurkuma für mehr Power in seinen Ernährungsplan zu integrieren, kann also auf keinen Fall schaden. Zumal die Knolle voll im Trend liegt und es viele originelle Rezepte mit dem gelben Gewürz zu entdecken gibt: Von der nährenden und wärmenden Suppe über köstliche Kekse bis zum angesagten Kurkuma Latte, der auch als Goldene Milch bekannt ist.

Je nachdem in welcher Form Kurkuma eingenommen wird, gibt es bestimmte Tagesmengen, die nicht überschritten werden sollten:

• 1,5–3 g pro Tag von der frischen Kurkuma-Wurzel, z.B. gehackt als Gewürz

• 1–3 g pro Tag vom Kurkuma-Pulver, z.B. als Gewürz

• 1,2–1,8 g pro Tag vom Kurkuma-Extrakt, z.B. als Kapseln

Wer das Gewürz nicht täglich zum Kochen verwenden will, kann stattdessen auch Kapseln mit dem Extrakt Curcumin zu sich nehmen. Bei nu3.de gibt es Kurkuma in Form vieler kulinarischer Produkte zu kaufen, wie etwa Saft, Tee oder Chips. Wichtig beim Verzehren von Kurkumaprodukten ist, auf die Bioverfügbarkeit zu achten. Normalerweise wird Kurkuma über den Darm nur mäßig aufgenommen werden. In Kombination mit dem schwarzen Pfefferextrakt Piperin kann das Curcumin vom Körper besser verarbeitet werden.

Kurkuma gehört also auf jeden Fall zu den gesunden Nahrungsmitteln und kann mit gutem Gewissen in den täglichen Speiseplan integriert werden. Auch für die medizinische Anwendung scheinen die Wurzel und ihre Wirkstoffe vielversprechend zu sein, müssen aber weiter erforscht werden.

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Erstellt:
24. Januar 2018, 13:59 Uhr
Lesedauer:
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