Im Bremer Übersee-Museum ist bis zum 28. April die Ausstellung "Antarctica" zu sehen. Die HamS verlost 3 Familienkarten. Laurent Ballesta

Im Bremer Übersee-Museum ist bis zum 28. April die Ausstellung "Antarctica" zu sehen. Die HamS verlost 3 Familienkarten. Laurent Ballesta

Nienburg/Bremen 03.02.2019 Von Die Harke

Kurs auf Süden: Antarctica

Verlosungsaktion „Beliebte Ausflugsziele in der Region“ / Heute: das Übersee-Museum in Bremen

Für die meisten ist sie bis heute „Terra incognita“, ein unbekanntes Land: die Antarktis. Mit rund 13,2 Millionen Quadratkilometern Fläche ist der eisige Kontinent größer als Europa und Heimat vieler Tier- und Pflanzenarten. Bis zum 28. April öffnet Bremens Übersee-Museum mit „Antarctica“ ein einzigartiges Schaufenster in diesen von Menschen unbewohnten Lebensraum, der als eines der letzten intakten Ökosysteme der Erde gilt.

Gut zehn Jahre nach dem großen Erfolg des Dokumentarfilms „Die Reise der Pinguine“ begab sich Oscar-Preisträger Luc Jacquet im Jahr 2015 erneut in die Antarktis. Bei der 45-tägigen Expedition in das Adélieland gelangen seinem elfköpfigen Team beeindruckende Film- und Fotoaufnahmen zu Land, unter Wasser und auf dem Eis, wie sie noch nie zuvor mit der Kamera eingefangen wurden.

Im Zusammenspiel mit Ton- und Lichteffekten laden nun diese Arbeiten in der von Luc Jacquet kuratierten Ausstellung dazu ein, als zwölftes Expeditionsmitglied in die Welt der Antarktis einzutauchen – mit Robben auf der Jagd hinunter Richtung Meeresgrund und wieder hinauf auf das sturmumtoste Eis, umgeben von Pinguinen.

„Antarctica“ vereint künstlerisch-ästhetische und wissenschaftliche Blickwinkel auf den kältesten und trockensten Kontinent der Erde und möchte für die Schönheit sowie für den Schutz der antarktischen Flora und Fauna sensibilisieren.

Der Ausstellungsrundgang beginnt mit einem nachempfundenen Umkleideraum der Dumont d’Urville Station in Adélieland. Kleidung, Tauchgerät und Technik stehen be-reit, die durchschnittlich minus 55°C, salzigem Meerwasser und Windgeschwindigkeiten von bis zu 300 Kilometern pro Stunde trotzen müssen. Von hier aus geht es zu Tauchvorbereitungen und auf Tauchgang mit Wedellrobben, Adelie- oder Kaiserpinguinen.

Während die Taucher der Expedition bis zu sechs Stunden benötigen, um ihre spezielle Taucherausrüstung anzulegen, beeindrucken die dort heimischen Tiere durch ihre perfekte Anpassung an diesen unwirtlichen Lebensraum. Umgeben von Unterwassergeräuschen in gedämpftem Licht nehmen raumgreifende Filminstallationen die Besucherinnen und Besucher mit auf Tauchgang - vorbei an Eisschollen und -bergen hinunter in die Welt von Anemonen, Seesternen, Quallen, Fischen und Krustentieren.

Im südlichen Polarmeer ist eine reiche Artenvielfalt von Tieren und Pflanzen anzufinden. Auf dem Eis und an Land leben hingegen nur wenige Robben- und Vogelarten. Pinguine und Robben sind Grenzgänger zwischen diesen zwei so unterschiedlichen Welten der Antarktis. Sie sind es auch, die Besucherinnen und Besucher wieder an die Oberfläche und zurück auf das Eis geleiten, mitten hinein in eine Kolonie von Kaiserpinguinen. Umgeben von großflächigen Leinwänden, von Windgeräuschen und Vogelgeschrei, zeigen Filmsequenzen die alltäglichen Szenen aus einer Pinguinkolonie.

Der abschließende Teil der Ausstellung wurde vom Übersee-Museum ergänzt. Hier steht die antarktische Polarforschung im Mittelpunkt und Kinder können spielerisch noch mehr über die Antarktis herausfinden.

Als einen der schönsten Orte der Erde bezeichnet Luc Jacquet die Antarktis. Anlässlich der UN-Klimakonferenz in Paris wollte er mit dieser Expedition Aufmerksamkeit auf ein schützenswertes Gebiet ohne offizielle Vertretung lenken. Aus dem dort entstandenen Material entstand 2016 in Zusammenarbeit mit der von Luc Jacquet gegründeten gemeinnützigen Organisation „Wild-Touch“ und dem Musée des Confluences in Lyon, Frankreich, die Ausstellung „Antarctica“, die nun erstmals in Deutschland zu sehen ist. „Es liegt mir am Herzen, jenen, die nicht die Chance hatten dorthin zu gehen, eine Erfahrung zu bieten, die so nah wie möglich an das herankommt, was wir erlebt haben – ein außergewöhnliches Erlebnis“, sagt Luc Jacquet zu „Antarctica“.

Zur Bremer Ausstellung erscheint ein reich bebilderter Begleitband aus der Reihe Tendenzen des Übersee-Museums. Dieser ist für 15,80 Euro im Museumsshop erhältlich.

Am 23. März feiert das Übersee-Museum von 13 bis 18 Uhr anlässlich “Antarctica“ ein großes Pinguinfest für Familien.

DIE HARKE am Sonntag verlost unter ihren Leserinnen und Lesern drei Familienkarten für das Bremer Übersee-Museum. Wer an der Gewinnaktion teilnehmen möchte, geht bitte über die Adresse www.dieharke.de/gewinnspiele. Das Stichwort ist Antarktis.

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Erstellt:
3. Februar 2019, 09:46 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 56sec

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