Die Nienburger Drehleiter wurde zur Brandbekämpfung eingesetzt. Foto: Henkel

Die Nienburger Drehleiter wurde zur Brandbekämpfung eingesetzt. Foto: Henkel

Eystrup 19.11.2020 Von Marion Thiermann

Kartoffel-Lagerhalle geht in Flammen auf

Großeinsatz von Kräften aus sechs Feuerwehren an der Mühlenstraße in Eystrup

Update (15.05 Uhr):

Die Ortsfeuerwehr Eystrup wurde am Freitagmorgen gegen 5.50 Uhr erneut zu der Lagerhalle auf dem landwirtschaftlichen Anwesen alarmiert. Das Stroh am hinteren Giebel das zum Frostschutz der Kartoffeln dort aufgestapelt war hatte sich wieder entfacht.

Die Einsatzkräfte leisteten zwei Stunden Nachlöscharbeiten, bei der die Fläche nochmals gründlich gewässert wurde, um die Glutnester unschädlich zu machen und ein nochmaliges Aufflammen zu vermeiden.

Update (23.40 Uhr):

Ein Großaufgebot an Feuerwehren wurde am frühen Donnerstagabend zu einem landwirtschaftlichen Anwesen in der Mühlenstraße in Eystrup alarmiert.

Meldeempfänger und Sirenen riefen die Freiwilligen Feuerwehren Eystrup, Gandesbergen, Hassel, Hämelhausen und Hoya sowie den Einsatzleitwagen der Samtgemeinde Hoya, die Drehleiter aus Nienburg, einen Rettungswagen des Arbeiter-Samariter-Bund aus Hoya und die Polizei aus Hoya um 16.26 Uhr unter dem Stichwort „Scheunenbrand“ zu dem Anwesen.

Dort war aus bislang unbekannter Ursache eine Lagerhalle mit 700 Kubikmeter Kartoffeln sowie einige daneben gelagerte Strohballen in Brand geraten. Unter der Einsatzleitung von Eystrups Ortsbrandmeister Uwe Kardas wurde eine Wasserversorgung mit rund 27 B-Schläuchen aus vier Wasserentnahmestellen aufgebaut und die Einsatzstelle mit mehreren Strahlern ausgeleuchtet.

Die Halle brannte weitgehend nieder. Foto: Thiermann

Die Halle brannte weitgehend nieder. Foto: Thiermann

Die rund 70 Einsatzkräfte löschten den Strohhaufen neben der Halle sowie aufgestapeltes Stroh am hinteren Giebel des Gebäudes, das zur Dämmung der Kartoffeln gegen Frost dienen sollte, teils unter Atemschutz mit mehreren Strahlrohren ab. Probleme bereiteten zunächst die Glutnester, die mittels Wärmebildkameras im Innenraum der mit Dämmstoff ausgeschäumten Trapezbleche, sogenannte „Sandwichplatten“ an den Wänden und am Dach des Gebäudes, ausfindig gemacht wurden.

Um an diese heranzukommen, half ein Traktor, mit dessen Frontlader die Trapezbleche an vier Stellen eingerissen werden konnten. Eineinhalb Stunden nach der Alarmierung konnten die meisten Feuerwehren wieder abrücken. Die Stützpunktwehr Eystrup verblieb bis 20.50 Uhr zu Nachlöscharbeiten an der Einsatzstelle, bis endgültig „Feuer aus“ gemeldet werden konnte. Zur Schadenshöhe konnten vor Ort noch keine Angaben gemacht werden.

Rund 70 Einsatzkräfte bekämpften die Flammen. Foto: Thiermann

Rund 70 Einsatzkräfte bekämpften die Flammen. Foto: Thiermann

Von der Drehleiter aus wurde unter anderem das Dach mit einer Wärmebildkamera kontrolliert. Mit mehreren Strahlrohren löschten die Einsatzkräfte teils unter Atemschutz das Stroh und die Glutnester in den Wänden ab. Probleme bereiteten die Glutnester, die im Zwischenraum der Trapezbleche saßen.



Erste Version von 19.55 Uhr:

Zu einer brennenden Lagerhalle an der Eystruper Mühlenstraße wurden am Donnerstag gegen 16.30 Uhr die Feuerwehren alarmiert. Insgesamt waren es rund 70 Einsatzkräfte aus den Wehren Eystrup, Hassel, Hoya, Gandesbergen, Hämelhausen sowie die Drehleiter und ein Tanklöschfahrzeug der Stadt Nienburg.

Als die Feuerwehren am Einsatzort eintrafen, standen die Halle, in der rund 700 Kubikmeter Kartoffeln gelagert waren, und ein großer Strohhaufen direkt daneben in Flammen. Glutnester saßen auch in den Wänden und Decke der Halle in den ausgeschäumten Trapezblechen, sogenannten Sandwichplatten. Die Wände wurden für die Löscharbeiten mit dem Frontlader eines Treckers geöffnet. Gegen 19 Uhr konnten erste Wehren von der Einsatzstelle abrücken.

Die Ursache des Feuers ist unbekannt. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen.

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Erstellt:
19. November 2020, 19:58 Uhr
Aktualisiert:
20. November 2020, 15:46 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 30sec

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