Über die App "BIWAPP" hat der Landkreis das Betretungs- und Besuchsverbot ausgesprochen. Foto: Stecklein

Über die App "BIWAPP" hat der Landkreis das Betretungs- und Besuchsverbot ausgesprochen. Foto: Stecklein

Landkreis 11.03.2020 Von Die Harke, Von Kristina Stecklein

Landkreis Nienburg spricht Besuchsverbot aus

Corona-Virus sorgt für weitere Einschränkungen

Wer in den vergangenen 14 Tagen in einem Corona-Risikogebiet oder ins besonders betroffenen Gebieten unterwegs gewesen ist, darf Gemeinschaftseinrichtungen wie Schulen, Kitas oder Kliniken nicht mehr betreten und besuchen. Das meldet der Landkreis Nienburg.

Über die Hinweis-App „BIWAPP“ hat der Landkreis die Allgemeinverfügung für Reiserückkehrer am Mittwochmittag durchgeben lassen. Damit folgt er der Weisung des Niedersächsischen Ministeriums für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung. Situationen sowie Risikogebiete werden durch das Robert-Koch-Institut anhand mehrerer Kriterien täglich neu bewertet.

Nach aktuellem Stand gehören Italien, der Iran, in China die Provinz Hubei, inklusive der Stadt Wuhan, in Südkorea die Provinz Gyeongsangbuk-do (Nord-Gyeongsang) sowie in Frankreich die Region Grand Est (diese Region enthält Elsass, Lothringen und Champagne-Ardenne).

Als besonders betroffenes Gebiet in Deutschland gilt der Landkreis Heinsberg in Nordrhein-Westfalen.

Wer verreisen möchte, sollte sich informieren

Wer aktuell verreisen möchte, sollte sich beim Auswärtigen Amt in Sachen Reise- und Sicherheitshinweisen informieren. Gerade für Reisende, die aus Deutschland kommen, gibt es veränderte Einreisebestimmungen.

Deutschen ist beispielsweise die Einreise nach Jordanien, El Salvador, Kasachstan, Jamaika, Grenada sowie in die pazifischen Inselstaaten Kiribati, Mashallinseln und Samoa verboten. An einigen Grenzen zu Deutschland sind Hygienekontrollen eingeführt worden.

Häufig gestellte Fragen zum Virus sind auf der Seite des Landkreis Nienburg zum Thema Corona-Virus zu lesen. Dort erfahren Interessierte beispielsweise, wie sie sich im Falle eines positiven Tests verhalten oder was am neuartigen Coronavirus anders ist, als an den bisber bekannten Coronaviren.

Erste Heilung in Bremen

In Bremen ist eine Frau, die mit dem Corona-Virus infiziert war, zwei Mal negativ getestet worden. Das berichtet das Regionalmagazin buten un binnen. Die Frau war am 29. Februar nach einer Reise aus dem Iran in Quarantäne gekommen. Somit konnte sie am Dienstagabend das Klinikum Bremen-Mitte wieder verlassen.

Aktueller Stand

Nach aktuellem Stand (11. März 2020, 14 Uhr) gibt es in Deutschland bislang 1.629 bestätigte Fälle, 25 sind bereits wieder gesund. Bislang sind drei Menschen an dem Virus gestorben. Zwei der Todesfälle kommen aus dem Kreis Heinsberg, der durch das RKI als besonders betroffenes Gebiet eingestuft worden ist.

Die ersten Fälle (78 und 89 Jahre) hatten Vorerkrankungen, kamen aus Gangelt und Essen. Über den dritten Todesfall ist bislang nichts bekannt. Eine Sprecherin des Kreises nannte keine weiteren Details.

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Erstellt:
11. März 2020, 14:03 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 10sec

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