Der Landkreis Nienburg sucht  sechs neue "Bufdis". Die Bewerbungsfrist endet am 30. April. Landkreis Nienburg

Der Landkreis Nienburg sucht sechs neue "Bufdis". Die Bewerbungsfrist endet am 30. April. Landkreis Nienburg

Landkreis 21.04.2019 Von Die Harke

Landkreis sucht sechs neue „Bufdis“

Bundesfreiwilligendienst: Frauen und Männer jeden Alters können sich noch bis zum 30. April bewerben

Der Bundesfreiwilligendienst ist ein Angebot an Frauen und Männer jeden Alters, sich außerhalb von Beruf und Schule für das Allgemeinwohl zu engagieren – im sozialen, ökologischen und kulturellen Bereich oder im Bereich des Sports, der Integration sowie im Zivil- und Katastrophenschutz. Er bietet insbesondere auch jungen Menschen die Möglichkeit, sich einzubringen, sich zu orientieren und sich auszuprobieren.

Freiwilliges Engagement lohnt sich für alle und ist gerade auch für die Engagierten ein großer persönlicher Gewinn: Junge Menschen sammeln praktische Erfahrungen und Kenntnisse und erhalten erste Einblicke in die Berufswelt.

Die Koordinierungsstelle Migration und Bildung sucht für das nächste Schuljahr sechs Bundesfreiwillige, die Interesse haben, zugewanderte Kinder und Jugendliche in den Schulalltag zu integrieren und zu begleiten.

An den Oberschulen (OBS) Marklohe, Steimbke, Uchte und Hoya sowie an der St.-Laurentius-Hauptschule Liebenau und den Berufsbildenden Schulen (BBS) Nienburg sind im Schuljahr 2018/2019 bereits sechs „Bufdis“ eingesetzt worden. Der Alltag der „Bufdis“ in den jeweiligen Schulen ist geprägt von der intensiven Begleitung und Betreuung der zugewanderten Kinder und Jugendlichen, aber auch von eigenen Projekten.

„In der Schule ist kein Tag wie der andere, ich musste auch erstmal lernen, meine Perspektive zu wechseln“, so Leon Goretzky, der zurzeit an der OBS Hoya eingesetzt ist. „Vorher war ich Schüler, nun stehe ich auf der anderen Seite. Ich unterstütze die Lehrkräfte im Unterricht, leite eigene Arbeitsgemeinschaften und führe selbstständig eine Deutschförderung in Kleingruppen durch“, erklärt Goretzky.

„Die Förderung der zugewanderten Kinder und Jugendlichen und die Hilfestellung, zum Beispiel beim Erlernen der deutschen Sprache, macht viel Spaß, vor allem, wenn man sieht, wie motiviert die Kinder dabei sind und Spaß am Lernen entwickeln“ ergänzt Louisa Stankewitz, die an der St.-Laurentius-Hauptschule in Liebenau eingesetzt war.

„Man könnte vielleicht denken, dass eine Bundesfreiwilligendienst-Leistende nicht so viele wichtige Aufgaben übernimmt, sondern eher kleinere Aufgaben, da man die meiste Zeit als Beobachter und Begleiter dort steht“, sagt Eleni Tsountouraki, Bundesfreiwillige an der OBS Uchte, „jedoch ist es genau das Gegenteil. Man lernt ganz viele Sachen, die wichtig für das weitere Leben sind. Ich habe zum Beispiel gelernt, wie wichtig es ist, Verantwortung zu übernehmen. In einer Schule mit Schülern, die aus einem anderen Land kommen und alles neu lernen müssen, trägst du nämlich eine große Verantwortung für sie. Ich musste deswegen lernen, mich zu organisieren und vor allem mit Verantwortung umzugehen.“

Neben der intensiven Sprachförderung gibt es aber auch die Möglichkeit, eigene Ideen in der Schule umzusetzen und gemeinsam mit allen „Landkreis-Bufdis“ Projekte zu entwickeln und zu realisieren.

Vor Weihnachten gab es ein gemeinsames Backen an den unterschiedlichen Schulen, das wurde jetzt vor Ostern von allen Bundesfreiwilligen gemeinsam an der BBS weitergeführt.

„Wir haben gemeinsam gebacken und mit der Gruppe über traditionelle und kulturelle Osterbräuche gesprochen“ unterstreichen Nadin Milde, die an der BBS eingesetzt ist, und Kimberly Bremer, OBS Steimbke.

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Erstellt:
21. April 2019, 17:02 Uhr
Lesedauer:
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