Wollen die Oberschule in Heemsen erhalten: (v.l.): Jan Ahlers (MdL), Kai Seefried (MdL), Fietze Koop, Henry Koch, Mattias Hogrefe, Dr. Frank Schmädeke und Karsten Heineking (MdL).         privat

Wollen die Oberschule in Heemsen erhalten: (v.l.): Jan Ahlers (MdL), Kai Seefried (MdL), Fietze Koop, Henry Koch, Mattias Hogrefe, Dr. Frank Schmädeke und Karsten Heineking (MdL). privat

19.07.2015

Landtagsanfrage zur Oberschule Heemsen

Kai Seefried, schulpolitischer Sprecher der CDU, zu Gast

Heemsen. Kürzlich wurde der Antrag der Samtgemeinde Heemsen auf Fortführung der Oberschule Heemsen (Sek-I) von der Landesschulbehörde in Hannover abgelehnt. Der CDU-SG-Verband Heemsen, der sich trotz dieses Negativbescheides auch weiterhin mit Überzeugung für den Erhalt der Oberschule Heemsen einsetzt, hatte diesbezüglich zu einem gemeinsamen Informationsaustausch und weiterer Strategieplanung eingeladen. Im Rahmen des Informationsaustausches, zu dem auch Samtgemeindebürgermeister Koop eingeladen war, wurde den Anwesenden der Sachverhalt nochmals erläutert.

Sowohl der schulpolitischer Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Kai Seefried, als auch die heimischen Landtagsabgeordneten Jan Ahlers und Karsten Heineking zeigten sich extrem verwundert über den Umgang der Schulbehörde mit der Kommune und dem Lehrerkollegium in der Samtgemeinde Heemsen und mit der Stadt Nienburg. Nicht nur, dass der Antrag auf die Schulträgerschaft sehr schleppend bearbeitet wurde, auch dass man die Ablehnung des Antrags erst kurz vor den Einschulungsterminen und dann auch noch über die Presse übermittelt bekam, empörte sie sehr. Kritisiert wurde auch, dass die ablehnende Bescheid kurz vor der Nienburger Stadtratssitzung, in der die von der Landesschulbehörde geforderte Einrichtung eines Schulbezirkes Heemsen – Erichshagen - Holtorf als Bedingung zum Erhalt des Schulstandortes Heemsen auf der Tagesordnung stand, mitgeteilt wurde. Ausdrücklich gelobt wurde, dass der Stadtrat die Einrichtung des geforderten Schulbezirkes trotzdem beschloss und damit den Verantwortlichen in Hannover ein klares Zeichen zum Erhalt des Schulstandortes Heemsen setzte.

Einig war man sich in der Feststellung, dass sowohl die Vorgehensweise als auch die kausale Begründung der Landesschulbehörde in der Sache nicht schlüssig sei. Es sei nur folgerichtig, dass die Samtgemeinde Heemsen nun den Weg des Klageverfahrens wähle, um den Erhalt der Heemser Regionalschule zu erwirken.

Im weiteren Verlauf der Veranstaltung wurde nochmals unterstrichen, dass die Mehrheitsfraktion im Kreistag aus SPD, Grünen und WG die eigene Schullandschaft im Landkreis falsch beurteilt habe. Dieses belegten auch die neusten Anmeldezahlen: Die geforderte Drei-Zügigkeit könne bereits jetzt nur von zwei der vorgesehenen fünf Oberschulen im Landkreis erfüllt werden. Die CDU der SG Heemsen habe immer darauf hingewiesen, man solle nach Einrichtung der IGS die tatsächlichen Schülerströme abwarten und unter Einbindung der Stadt Nienburg für die Region in Ruhe eine einvernehmliche Lösung erarbeiten. Dieses besonnene Vorgehen hätte den jetzt zu verzeichnenden „schulpolitischen Scherbenhaufen“ verhindert.

Abschließend wurde festgehalten, dass die CDU-Abgeordneten dieses Gespräch zum Anlass nehmen, um ein Anfrage im Landtag zur Klärung der Vorgehensweise des Kultusministeriums in Sachen „Erhalt der Oberschule Heemsen“ zu stellen. DH

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Erstellt:
19. Juli 2015, 00:00 Uhr
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