Carsten Rehder/dpa

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Nienburg 13.02.2019 Von Die Harke

Landvolk fordert Abschuss des gesamten Rudels

Kreisverband Mittelweser hat entsprechenden Antrag gestellt

Der Landvolk-Kreisverband fordert den Abschuss des gesamten Rodewalder Rudels. Der Verband hat eigenen Angaben zufolge einen entsprechenden Antrag bei der zuständigen Behörde, dem Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) eingereicht.

„Wir fordern den Abschuss des gesamten „Rodewalder Rudels“. Als deutschlandweit erster Berufsverband haben wir zum Schutz unserer Weidetierhalter beim NLWKN die Entnahme des kompletten Rudels beantragt, dessen Leitwolf „GW717m“ ist“, teilt das Landvolk mit.

Das Rudel, das mittlerweile aus sechs Tieren besteht, habe sich auf die Jagd größerer Nutztiere von bis zu 400 Kilogramm spezialisiert. Das zeige sich auch darin, dass seit November 2018 alle amtlich registrierten Angriffe des Rudels auf Rinder und Pferde erfolgt seien.

„Allein den Leitwolf zu entnehmen, wird nichts bringen“, heißt es in der Mitteilung weiter. Die drei erwachsenen Wölfe hätten ihr Wissen bereits an die Jungwölfe und Welpen weitergegeben. Das Rudel werde genauso weitermachen. Zudem bezweifelt der Landvolk-Kreisverband, wie ein beauftragter Schütze den Rüden einwandfrei identifizieren will. Auch sei die Gefahr inzwischen so groß, dass auch im Interesse der Gesundheit des Menschen und der öffentlichen Sicherheit ein weiterer Ausnahmetatbestand vorliege.

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Erstellt:
13. Februar 2019, 12:47 Uhr
Lesedauer:
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