Das Anbringen der Girlanden gehört auch zu den Aufgaben des Bauhofes. Hagebölling

Das Anbringen der Girlanden gehört auch zu den Aufgaben des Bauhofes. Hagebölling

Nienburg 26.11.2016 Von Edda Hagebölling

Laub, Deko, blühende Blumen

„Das kann doch mal eben der Bauhof machen“: Die HamS im Gespräch mit Lutz Scheele

„Das kann doch mal eben der [DATENBANK=781]Bauhof[/DATENBANK] machen.“ Gärtnermeister [DATENBANK=780]Lutz Scheele[/DATENBANK] und seine Kolleginnen und Kollegen tragen‘s mit Fassung, wenn wieder einmal das Telefon klingelt im Büro an der Rudolf-Diesel-Straße und der Auftrag am anderen Ende der Leitung am besten schon gestern erledigt worden sein soll. „Im Grunde sind wir ja dafür da, die in Nienburg und den Ortsteilen anfallenden Aufgaben zu erledigen“, so Scheele weiter.

Sechs Wochen für Laubarbeiten veranschlagt

Zurzeit ist Laub das große Thema. Sechs Wochen lang sind dafür veranschlagt. Scheeles Gartenbauabteilung besteht aus 18 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, darunter sechs Saisonkräfte. Deren Einsatz endet am 30. November. Weiter geht es für sie dann wieder am 1. April. Doch die Zeit drängt. Der kurzzeitige Wintereinbruch mit dem einhergehenden Winterdienst hat dem Bauhof einen Strich durch den Zeitplan gemacht.

Wieviel Tonnen Laub im Herbst zukommenkommen, vermag Scheele nicht zu schätzen. Er weiß aber, dass der Bauhof im Jahr 35 000 Euro an den Betrieb für Abfallwirtschaft für die Entsorgung des Grünguts zahlt.

Oberste Priorität hat zurzeit außerdem der Auftrag, Adventsstimmung in die Stadt zu zaubern. Wieder galt es, neben den stattlichen – von Privatleuten gespendeten – Bäumen auch die vielen, vielen kleinen aufzustellen, die seit etwa zwei Jahren die Straßen in der Innenstadt säumen. „In diesem Jahr durften wir die großen Bäume zum ersten Mal auch schmücken“, so Scheele schmunzelnd.

Neuer Hubsteiger leistet gute Dienste

Sehr gelegen kommt den Bauhofmitarbeitern dabei, dass sie im Jahr 2014 einen Hubsteiger anschaffen konnten. Für 220 000 Euro. Dieser war auch am Donnerstag im Einsatz, als es unter anderem galt, das Rathaus weihnachtlich zu dekorieren.

In diesem Herbst ebenfalls zum ersten Mal im Einsatz ist der kleine John Deere mit großem Laubgebläse und Schneepflug (Foto). Er sorgte am Donnerstag dafür, dass sich die Laubkolonne am Weserwall „nur“ um die Seitenräume kümmern musste. Das Laub auf der großen Fläche wurde so zusammengeblasen, dass es unten am Weg „nur“ noch aufgeladen werden muss. Nicht ganz so gut hatten es dagegen die Kollegen, die am Donnerstagmorgen am Ahornbusch (Foto) im Einsatz waren. Für sie war mühselige und kräftezehrende Handarbeit angesagt.

Die zeitintensive Handarbeit so gut es geht zu minimieren, ist generell das Ziel von Bauhofchefin Cornelia Riedewald. Sie ist sowohl für die Gartenbauabteilung um Lutz Scheele als auch um die 27-köpfige Straßenbau-Abteilung um Jürgen Kerkow zuständig.

Darum ist seit kurzem auch eine Maschine im Einsatz, mit der unter anderem der Weserwall, die Wege auf dem Scheibenplatz oder die Leichtathletikanlagen auf den Sportplätzen bearbeitet werden können. Diese mussten bisher mühselig mit der Hacke bearbeitet werden.

Auf den Laubeinsatz folgen die Baumpflege- und die Baumfällarbeiten. Für jeden Baum, der gefällt werden muss, wird ein neuer gepflanzt, versichert Lutz Scheele. Nach Möglichkeit an Ort und Stelle – nachdem der Stubben ausgefräst und der Boden ausgetauscht und mit Nährstoffen angereichert wurde.

Vielfältige Aufgaben

Bäume sind Scheeles Spezialgebiet. Der Bauhofmitarbeiter ist nicht nur Gärtner, sondern auch Fachagrarwirt für Baumpflege. Und er kennt jeden Baum. 44 warten zurzeit darauf, in die Erde zu kommen. Davon drei am Stahnwall und einer an der Leintorapotheke. Eigentlich wollte Scheele das im Frühjahr schon erledigt haben. Doch dann hatte das neue Baugebiet an der Wölper Straße in Holtorf Vorrang.

Im Frühjahr geht es mit dem Rasenmähen, mit den Strauchpflanzungen und mit dem Herrichten der Blumenbeete weiter. Dass es dann in Nienburg wieder so schön blühen wird, ist auch Bauhof-Gärtnerin Ingrid Heyne zu verdanken. „Sie hat ein Händchen für alles, was blüht“, so Scheele.

Betreut sein wollen außerdem die Kreisel, etwa 50 Spielplätze und die städtischen Sportplätze. Und bei Bedarf auch der eine oder andere Schulhof.

Und natürlich auch das Scheibenschießen, die Schützenfeste und das Altstadtfest. Mit Aufbau und Endreinigung.

Eine Mitarbeiterfluktuation gibt es so gut wie gar nicht beim städtischen Bauhof. „Wer den Weg zu uns gefunden hat, bleibt. Das Klima ist gut“, so Scheele. Auch die Saisonkräfte kommen immer wieder.

Baufhofmitarbeiter Lutz Scheeele. Hagebölling

Baufhofmitarbeiter Lutz Scheeele. Hagebölling

Auch der Tonnen von Laub müssen sie Herr werden,... Hagebölling

Auch der Tonnen von Laub müssen sie Herr werden,... Hagebölling

...die überall in der Stadt anfallen. Hagebölling

...die überall in der Stadt anfallen. Hagebölling

Zum Artikel

Erstellt:
26. November 2016, 21:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 3min 04sec

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen


Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.