Bis Ende November verlieren die Bäume ihre Blätter. Foto: Africa Studio - stock.adobe.com

Bis Ende November verlieren die Bäume ihre Blätter. Foto: Africa Studio - stock.adobe.com

Nienburg 30.11.2020 Von Holger Lachnit

Laubhaufen für die Tierwelt

Manche haben dieses unterschwellige Gefühl, dass der Garten des Nachbarn viel schöner ist als der eigene. Dass dort der Rasen akkurater geschnitten ist als vor der eigenen Haustür. Viele belastet aktuell, dass die Laubhaufen in ihren Gärten eher als Laubberge zu bezeichnen sind.

Doch der Welt-Vogelpark Walsrode hat jetzt eine beruhigende Mitteilung für diese Menschen. Der Park schreibt: „Spätestens Ende November sind die letzten Blätter gefallen und die Laubbäume komplett kahl. Für Gartenbesitzer bedeutet das meist, der Blätterflut mit Laubbläser oder Rechen zu Leibe zu rücken. Danach werden die Blätterhaufen oft in Laubsäcken entsorgt. Ökologisch ist das nicht nur unnötig, sondern auch kontraproduktiv.“

Denn Laubhaufen hätten gleich mehrere Vorteile – sowohl für die Tier- als auch für die Pflanzenwelt. So gehöre Laub ähnlich wie Reisig oder Totholz in der Natur zu den beliebtesten Verstecken, zum Beispiel für Igel, um die kalten Wintermonate zu verbringen. Im Laub würden Vögel auch ein reichliches Angebot an Insekten und Würmern finden – die ihnen als Nahrung dienen. Weil Laub gleichzeitig hervorragend isoliert, werde es von Frühbrütern außerdem gern als Nistmaterial verwendet. Der Welt-Vogelpark empfiehlt deshalb, im heimischen Garten das Laub behutsam zusammenzufegen und etwa an der Seite von Pflanzenbeeten oder unter größeren Bäumen als Haufen liegenzulassen.

Also: Das Laub einfach liegenlassen oder grob zusammenharken und sich zur recht als Naturschützer fühlen.

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Erstellt:
30. November 2020, 07:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 42sec

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