Sechs Menschen sterben nach Lawinenabgängen in Österreich

Sechs Menschen sterben nach Lawinenabgängen in Österreich

In Hallstatt nahe des Dachsteins landet ein Rettungshubschrauber. Foto: Matthias Lauber/APA/dpa

Die riesige Lawine ging demnach gegen 9.15 Uhr unweit der Seethalerhütte auf einer Höhe von etwa 2800 Metern ab. Zeugen versuchten sofort, die Personen mit Suchgeräten zu finden. Letztlich konnten aber erst zwei Stunden nach dem Lawinenabgang zwei Lawinenhunde der Bergrettung die ersten drei Opfer lokalisieren. Alle Reanimationsmaßnahmen bei den fünf Wanderern aus Tschechien blieben ohne Erfolg.

Das Dachsteingebirge gehört zu den beliebtesten Ausflugszielen für Wintersportler in Österreich. Es liegt an der Grenze der beiden Bundesländer Oberösterreich und Steiermark.

Unweit des Großglockners, Österreichs höchstem Berg, wurde am Sonntag zudem ein 33 Jahre alter Polizist von einer Lawine erfasst und getötet. Der Österreicher wurde zwar nur teilweise verschüttet, erlitt aber laut Polizei so schwere Verletzungen, dass er noch an der Unfallstelle starb. Der Mann war mit einem Kurs der Alpinausbildung unterwegs und wurde als einziger von dem Schneebrett erwischt.

Erst am vergangenen Mittwoch hatte das Kuratorium für alpine Sicherheit in einem Zwischenbericht mitgeteilt, dass im Winter 2019/2020 verhältnismäßig wenige Lawinenopfer zu beklagen waren. Demnach starben zwischen dem 1. November 2019 und dem 1. März 2020 sechs Menschen durch Lawinenabgänge in Österreich.