09.09.2012

„Leben und sterben, wo ich hingehöre“

Am 12. September um 19 Uhr „Hospiz im Gespräch“ mit Prof. Dr. Klaus Börner

Nienburg (DH). Die Hospizbewegung ist aus dem Bedürfnis entstanden, dass Menschen zu Hause sterben können, im vertrauten Umfeld, wo sie gelebt haben. Hospizarbeit ist Begleitung im Leben bis zuletzt. Getragen wird sie durch das Engagement ehrenamtlicher Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Diese setzen sich dafür ein, dass das Sterben ein Teil des Lebens ist, und wollen dem Sterben ein Zuhause geben. In der psychosozialen Begleitung der Betroffenen übernehmen die Ehrenamtlichen vielfältige Aufgaben. Durch ihre Arbeit leisten sie nicht nur einen unverzichtbaren Beitrag in der Begleitung der Betroffenen, sondern sie tragen dazu bei, dass sich in unserer Gesellschaft ein Wandel im Umgang mit schwerstkranken und sterbenden Menschen vollzieht.

Der bekannte Sozialpsychiater Prof. Dr. Klaus Dörner setzt sich seit vielen Jahren dafür ein, dass Menschen möglichst in ihrem natürlichen sozialen Umfeld leben können. Der langjährige ärztliche Leiter der Westfälischen Klinik in Gütersloh für Psychiatrie, Psychosomatik und Neurologie lehrte an der Universität Witten/Herdecke Psychiatrie. Das Thema des Abends in Nienburg entspricht dem Titel einer seiner zahlreichen Veröffentlichungen „Leben und sterben, wo ich hingehöre“.

Er sieht eine große Chance in der Wechselwirkung, dass einerseits zunehmend fitte Menschen über freie Zeit verfügen können und nach Bedeutung für andere suchen und andererseits immer mehr Menschen der Pflege und Zuwendung bedürfen. Seine neueste Veröffentlichung lautet „Helfensbedürftig: Heimfrei ins Dienstleistungsjahrhundert“

Der Eintritt ist frei. Spenden für die Hospizarbeit sind erwünscht. Der Vortrag findet am kommenden Mittwoch, 12. September, um 19 Uhr im Gemeindehaus St. Martin in Nienburg, Neue Straße 25/Ecke Heilige-Geist-Straße, statt..

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Erstellt:
9. September 2012, 00:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 48sec

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