Ein Skulpturenpfad entstand durch die Flurbereinigung in Warpe. Landesbeauftragte Dinah Stollwerk-Bauer sowie Christian Schönfelder (rechts) und Olaf Stührmann (links) vom Amt für Regionalentwicklung erläuterten Staatssekretär Ludwig Theuvsen erfolgreiche Projekte.Foto: Landwirtschaftsministerium Niedersachsen

Ein Skulpturenpfad entstand durch die Flurbereinigung in Warpe. Landesbeauftragte Dinah Stollwerk-Bauer sowie Christian Schönfelder (rechts) und Olaf Stührmann (links) vom Amt für Regionalentwicklung erläuterten Staatssekretär Ludwig Theuvsen erfolgreiche Projekte. Foto: Landwirtschaftsministerium Niedersachsen

Landkreis 03.12.2020 Von Die Harke

Lebendige Partnerschaft fürs Land

Staatssekretär Ludwig Theuvsen besucht Flurbereinigungsprojekte in den Landkreisen Nienburg und Diepholz

Welche Chancen die Flurbereinigung für die Umsetzung des „Niedersächsischen Weges“ bietet, erlebte Prof. Dr. Ludwig Theuvsen, Staatssekretär im Niedersächsischen Landwirtschaftsministerium, während einer Bereisung durch die Landkreise Diepholz und Nienburg.

Dort besuchte er Projekte, die vor Ort mit ehrenamtlichen und hauptamtlichen Teilnehmern umgesetzt wurden. „Die Flurbereinigung kann als bewährtes Instrument eine große Wirkung für die Ziele des „Niedersächsischen Weges“ entfalten“, betonte Landesbeauftragte Dinah Stollweck-Bauer vom Amt für regionale Landesentwicklung (ArL) Leine-Weser.

Die Geschäftsstelle Sulingen mit den Fachbereichen Flurbereinigung und Landmanagement hatte die zweistündige Tour organisiert. Das ArL ist für die Umsetzung und Koordination der Flurbereinigungs-Maßnahmen zuständig.

Dezernatsleiter Christian Schönfelder erläuterte die Verfahren. „Die gesellschaftlichen Ansprüche an die Landnutzung durch die Landwirtschaft steigen. Deshalb ist es uns wichtig, unsere Ziele gemeinsam mit allen Beteiligten zu definieren und dann auch mit allen gemeinsam die Maßnahmen umzusetzen“, betonte Schönfelder.

Der Geschäftsbereich hat bislang 31 Flurbereinigungsverfahren über 48.000 Hektar und mit rund 8000 Teilnehmern realisiert. „Und die Nachfrage steigt“, erklärte sein Kollege Olaf Stührmann. Er führte anschließend die Tour. Start war in Ochtmannien-Weseloh, dann ging es über Scholen und Haendorf nach Warpe.

„Es ist beindruckend, welche praxisnahen Lösungen gefunden wurden, um gemeinsame Naturschutz- und Umweltschutzziele zu realisieren, ohne dabei die Belange der Landwirte aus dem Blick zu verlieren“ erklärte Staatssekretär Theuvsen. Einen großen Vorteil sah er in dem Modell, dass viele Teilnehmer nicht nur an den Planungen beteiligt sind, sondern anschließend auch die Pflege der Maßnahme. Sie übernehmen zum Beispiel regelmäßiges Mulchen.

In Ochtmannien gelang unter anderem die Entwicklung von Blühstreifen und die Anlage von Baumreihen entlang von Ackerschlägen. Landwirt Ehler Meierhans wertet das positiv: „Das ist eine Win-Win-Situation für alle – Landwirtschaft und Artenschutz.“

Außerdem wurden die historischen Schlattstandorte „Fuchsberg“ und „Großes Schlatt“ wieder als Teiche hergestellt. „Da quakt jetzt der Laubfrosch, wo früher nur Acker war“, berichtete Dezernatsteilleiter Olaf Stührmann. Er legt Wert darauf, dass sein Amt immer „das große Ganze“ im Blick hat.

„Wenn ein Fahrradweg geplant ist, können wir dafür Ausgleichflächen entwickeln. So zum Beispiel in Scholen, wo Blühstreifen entstanden, um einen Biotopverbund zu erreichen. In Haendorf wurde unter anderem eine Ackerfläche in eine Biotop-Ackerfläche umgewandelt, außerdem wurde eine Streuobstwiese angelegt. Das Obst wird von einem Landwirt verarbeitet.

„Die Vereinbarkeit von Ökologie und Ökonomie ist uns wichtig. Biotope müssen auch Ertrag bringen“, betonte Stührmann. Um eine bessere Gewässerentwicklung rund um die Graue in Warpe zu erreichen, wurde ebenfalls verschiedene Maßnahmen umgesetzt.

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Erstellt:
3. Dezember 2020, 18:04 Uhr
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