Museums-Chefin Nowak-Klimscha (Mitte).

Museums-Chefin Nowak-Klimscha (Mitte).

22.02.2015

Lebensbilder vergangener Wirklichkeiten

Museumseröffnung: „Archäologisches Spectaculum“ am kommenden Wochenende / Neues Logo

Von Michael Duensing

Nienburg. Am kommenden Wochenende, 28. Februar und 1. März, findet jeweils von 12 bis 17 Uhr rund um den Fresenhof die große Wiedereröffnung des Nienburger Museums statt. Das Quaet-Faslem-Haus hat ebenfalls geöffnet, denn auch dort wurde ordentlich gewerkelt. In den nächsten Tagen werden an beiden Standorten die letzten Feinarbeiten durchgeführt. In den vergangenen drei Wochen waren die Tischler und Ausstellungstechniker äußerst fleißig. Im 1. Obergeschoss wurden die Leuchtkästen fertiggestellt. Diese zeigen beispielsweise verschwommene Bilder samt zugehörigem Text. „Somit wird museumsdidaktisch genug Raum für die Interpretation der Geschichte gelassen“, unterstreicht Museumsleiterin Dr. Kristina Nowak-Klimscha. Ziel sei es, unterschwellig und subtil Lebensbilder zu zeigen und vergangene Wirklichkeiten zu rekonstruieren.

Wie ein Raumteiler „durchfährt“ der monolithische Vitrinenblock mit diesen überdimensionalen Darstellungen die erste Fresenhof-Ebene. Auf einem Rundgang können die Besucherinnen und Besucher tief in die regionale Geschichte eintauchen. Die zweite Geschoss-Ebene ist ebenfalls fast fertig. Gestalterisch orientiert sie sich an der Architektur des ersten Stockwerkes, farblich wird jedoch mit weißen Vitrinen ein Kontrast erzielt - schließlich werden inhaltlich auch unterschiedliche Zeitfenster behandelt.

Mit der Wiedereröffnung gibt es auch gleich ein neues Logo. Entwickelt hat dieses die ausführende Ausstellungsgestaltungsfirma „HGB“ aus Hannover. Quasi als „Eröffnungsgeschenk“ haben die kreativen Köpfe aus der Landeshauptstadt dieses neue Signet entworfen. Es zeigt drei Formelemente und den Schriftzug. Ein interpretatorischer Ansatz ist einerseits, dass das Museum aus drei Häusern, also Fresenhof, Quaet-Faslem-Haus und Spargelmuseum besteht, andererseits spiegele die Wahl der drei Elemente auch den Museumsverein Nienburg/Weser für die ehemaligen Grafschaften Hoya, Diepholz und Wölpe wider. „Es ist ein sehr modernes Logo mit hohem Wiedererkennungswert. Ich freue mich sehr und bin dankbar, dass uns dieses Logo geschenkt wurde“, unterstreicht die Museumsleiterin.

Wer neugierig auf das „neue“ Museum geworden ist, hat am kommenden Wochenende die Möglichkeit zur ausführlichen Besichtigung. Am Sonnabend, 28. Februar, und Sonntag, 1. März, jeweils von 12 bis 17 Uhr werden der Fresenhof (Leinstraße 48) und das Quaet-Faslem-Haus (Leinstraße 4) mit dem „Archäologischen Spectaculum“ wiedereröffnet. Bei freiem Einritt können sich die Gäste unter anderem auf Schaukämpfe, Bogenschießen, Feuerschlagen, Schmieden, experimentelle Archäologie und historische Musik freuen. Zudem werden ein kleiner Imbiss sowie Kaffee und Kuchen im Quaet-Faslem-Haus angeboten. Speziell für die kleine Gäste gibt es ein museumspädagogisches Angebot.

Weitere Informationen sind unter www.museum-nienburg.de erhältlich.

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Erstellt:
22. Februar 2015, 00:00 Uhr
Lesedauer:
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