E-Scooter sind in deutschen Städten mittlerweile omnipräsent. Foto: Fabian Sommer/dpa

E-Scooter sind in deutschen Städten mittlerweile omnipräsent. Foto: Fabian Sommer/dpa

Berlin 29.12.2019 Von Deutsche Presse-Agentur

Lebensgefühl 2019 von A bis Z

Bildschirmzeit, Handyketten und Fischsalat Poke - total 2018. Und was war 2019 in? Unter anderem Achtsamkeits-Apps, E-Scooter, Flugscham und vegane Burger. Ein Überblick von A bis Z, was alles angesagt war in diesem Jahr:

Alkoholfrei: Ob Bier, Wein oder sogar Imitate von Spirituosen wie Gin und Wermut - ohne Umdrehungen zu trinken wurde immer beliebter. Bootshaus: Dieser Kölner Club überholte im „DJ Mag“-Ranking das Berliner Berghain als beste Tanzstätte der Bundesrepublik. Challenge: Per Fußkick eine Flasche öffnen - mit der „Bottle Cap Challenge“ schwirrte eine neue Mutprobe durch soziale Netzwerke. Dessau: Das Bauhausjubiläum und ein neues Museum machten diese oft vergessene Stadt in Sachsen-Anhalt zum stylishen Hotspot. Elektro: „E“ war in - ob Tretroller (Scooter), E-Bike oder Zigaretten (Juul, Iqos etc.); alles schien 2019 plötzlich elektrisch zu boomen. Flugscham: Die „Fridays for future“ und Greta Thunberg beflügelten dieses Phänomen des Jahres. Fliegen ist nun eher schäbig statt cool. Gewichtsdecke: Schwer angesagte Bettdecken, die mit einem Zehntel des Körpergewichts gegen Schlafstörungen, Stress und Angst helfen sollen. High-Protein: Naschen und Essen mit Extra-Eiweiß schien im Trend - so griffen viele im Supermarkt zum Beispiel nach Proteinpudding. Ingwer-Shots: Als Trendgetränk und Energiebooster eroberten wie in den USA auch in Deutschland „Ginger shots“ Cafés und Supermärkte. Jahrzehnt: Die Mode der 90er war 2019 wieder angesagt - also beißende Farben, weite Kapuzenpullis, klobige Sportschuhe, große Logos. Kabellose Kopfhörer: Immer mehr Leute trugen ihre Airpods in allen Lebenslagen im Ohr. Frage: „Hört der mir eigentlich überhaupt zu?“ Lebensmittelampel: Die farbliche „Nutri-Score“-Kennzeichnung von Nahrung wurde viel debattiert und kommt nun auch nach Deutschland. Meditations-App: Apps wie Calm wurden für manche „Morgenroutine“, obwohl ja gerade Smartphones auch Unruhe-Ursprung sein können. Niksen: Im Sommer ausgerufener Trend des Nichtstuns auf holländische Art und Weise. Eine Art neues Hygge, das ja aus Dänemark kam. OK, Boomer: Babyboomer (über 50) wehren Kritik von Jüngeren gern ab - junge Leute wehrten sich nun - so etwas wie „Lass gut sein, Alter“. Pfeffi: Der Ex-Oma-Drink Pfefferminzlikör eroberte vom Osten aus die ganze Republik und feierte fröhliche Urständ auch im Westen. Quokkas: Auf der Suche nach süßen Tieren landeten manche nach Koala, Eichhörnchen, Alpaka, Panda oder Faultier beim Kurzschwanzkänguru. Radio: Einige Sender mieden Sarah Connors Schwulensong „Vincent“ („kriegt kein' hoch, wenn er an Mädchen denkt“), weil zu explizit. „Señorita“: Sommerhit von Shawn Mendes/Camila Cabello. Auch Billie Eilish („Bad Guy“) und Lil Nas X („Old Town Road“) begeisterten, Rammstein sowieso. Tattoos: Random-Tätowierungen im Ignorant Style waren in - es handelt sich um Banales wie Milchtüten oder Einkaufswagen auf der Haut. Untourism: Nach dem Overtourism (zu volle Städte) kam der Nichttourismus. Man tut so, als sei man einheimisch statt Besucher. Vegane Burger: In aller Munde schienen zur Grillsaison fleischlose Bratlinge, sehr gehypt war die US-Fleischersatzfirma Beyond Meat. Wireless Lab: Russisches Unternehmen, das die gehypte FaceApp entwickelte und ebenso wie TikTok auf Datenschutzbedenken stieß. Xylit: Zuckeraustauschstoff mit kaum Kalorien wurde populärer, auch wenn er mehr Blähungen, dafür aber keine Karies, produzieren kann. Youtube: Spätestens das Rezo-Video gegen die CDU mit Millionen Zuschauern zeigte, dass die Plattform sehr wirkmächtig sein kann. Zumutung: Nach Flanking (nackten Knöcheln) und umgehängten Hip Bags (Bauch/Gürteltaschen) trugen manche mutig Socken in Badelatschen.Bootshaus, Köln Shawn Mendes, Camila Cabello "Señorita" GfK Entertainment zum Sommerhit Proteinpudding Pfeffi Berliner Luft Bauhaus100 Bauhaus Museum Dessau Billie Eilish: Bad Guy Rammstein: Deutschland

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Erstellt:
29. Dezember 2019, 13:47 Uhr
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